Verpackung & Lieferumfang

Ebenfalls im Online-Shop von Christoph Pulster (www.pulster.de) habe ich den PDA Screen Protector für den Zaurus C1000 (und Cxx00) gefunden. Die knapp 6 Euro für eine Displayschutzfolie erscheinen zunächst recht hoch, bekommt man bei eBay doch schon ein ganzes Dutzend zum gleichen Preis. Trotzdem empfinde ich den Preis im Nachhinein als angemessen.

Doch zunächst war ich skeptisch. Ein unscheinbares, in Folie eingeschweißtes Pappschächtelchen und der Aufdruck "Made in China" ließen meine Erwartungen an das Produkt nicht unbedingt in die Höhe schnellen. Dass die auf der Rückseite abgedruckte (englische) Anleitung nicht zum Inhalt der Schachtel zu passen schien, verringerte meine Skepsis nicht wirklich.

Der Inhalt selbst machte jedoch einen soliden und hochwertigen Eindruck. So befanden sich neben der von beiden Seiten geschützten Displayfolie auch noch ein Reinigungstuch, sowie eine kleine Pappkarte in der Verpackung. Die Folie selbst war zudem sehr sauber und passgenau gearbeitet.

PDA Screen Protector

Anbringen der Folie

Zunächst sollte man das beiligende Tuch nehmen, um das Display des Zaurus zu reinigen. Gröbere Staukörner kann man zuvor einfach weg pusten und dann Stück für Stück mit dem Tuch putzen. - Das ist extrem wichtig, denn jede Verunreinigung macht sich später bemerkbar... wie ich selbst feststellen musste.

Übrigens eignet sich für diese Aktion der Klappmechanismus des Zaurusdisplays ganz hervorragend. So kann man das Display einfach drehen und runterklappen und hat somit eine stabile Auflage.

Ist das Display sauber, zieht man auf einer Seite der Folie die Schutzschicht ab. Und ja, die Folie hat wirklich auf [b]beiden[/b] Seiten eine Schutzschicht, auch wenn man das zuerst nicht bemerkt - zumindest ging es mir so.

Jetzt sollte man die Folie an einer Kante - ich empfehle eine der langen Kanten - ansetzen und vorsichtig auf das Display abstreifen. So lange die zweite Schutzschicht noch drauf ist, kann das die Folie gleichmäßig andrücken.
Anschließend entfernt man auch noch den zweiten Schutz und streicht die Folie mit dem beiligenden Pappkärtchen nach. Dabei können auch kleine Luftbläschen vorsichtig heraus geschoben werden.

Spätestens an dieser Stelle zeigt sich, ob man mit dem Staubtuch zu Anfang sorgfältig umgegangen ist. - Denn dort, wo jetzt noch Staubkörner waren, zeigen sich jetzt unschöne Punkte auf der Folie. Um das zu beheben, müßte man die Folie wieder komplett abziehen, reinigen und das ganze Spiel wieder von vorne beginnen.
Mir selbst sind zwei kleine Staubkörnchen unter die Folie gerutscht, aber ich kann damit leben.

Wirkung

Zunächst einmal kann ich jetzt sehr viel gelassener mit dem Zaurus arbeiten. Staub und Fusseln lassen sich einfach wegwischen, ohne Angst haben zu müssen, das Display dabei zu zerkratzen. Und auch den Stylus bewege ich jetzt erheblich weniger ängstlich auf dem Schirm. - Auch wenn das wohl eher eine psychologische Wirkung ist, wird der Umgang mit dem Zaurus dadurch doch erheblich entspannter.

Sowohl die Helligkeit, als auch die Ablesbarkeit des Displays hat sich durch die Folie nicht verschlechtert. Bei diesen beiden Punkten konnte ich keinen Unterschied zum Zaurus ohne Displayschutzfolie feststellen.

Die Reduzierung der Spiegelung hält sich jedoch in Grenzen. Ist der Zaurus ausgeschaltet, lässt er sich immer noch gut als Taschenspiegel missbrauchen. Werden Inhalte mit hellem Hintergrund dargestellt, reduziert sich die Spiegelwirkung zwar erheblich, jedoch tritt dieser Effekt auch ohne Schutzfolie auf.

Was sich erheblich verringert hat, ist jedoch die Druckempfindlichkeit des Touchscreens. Man muss den Stylus nun deutlich kräftiger auf das Display drücken, um eine Reaktion auszulösen.

Auch habe ich das Gefühl, dass sich der Druckpunkt leicht "nach oben" verschoben hat, was sich vor allem beim Surfen mit Opera bemerkbar macht. Um einen Link anzuklicken muss der Stift ein klein wenig oberhalb des Links angesetzt werden, was mitunter eine ziemliche Fummelei sein kann. Hier sieht man mal wieder, dass beim Design von Webseiten wieder niemand an uns PDA-Nutzer gedacht hat. ;-)

PDA Screen Protector - Inhalt

Fazit

Der PDA Screen Protector ist eine nicht ganz billige, aber lohnenswerte Investition für alle Zaurus SL-Cxx00 Besitzer. Die Folie ist sauber und ordentlich verarbeitet und zeigt nach 3 Monaten im täglichen Einsatz keinerlei Abnutzungserscheinungen.
Weder Helligkeit/Kontrast, noch Schärfe des Displays werden durch die Schutzfolie beeinträchtigt, dafür bekommt man jedoch das Gefühl, "auf der sicheren Seite" zu sein.





Zum Weihnachtsfest 2006 stand mal wieder eine Erweiterung meines Zaurus-Zubehörs auf dem Programm. Diesmal sollte es ein Kopfhörer samt Fernbedienung sein, um den C1000 zum vollwertigen MP3-Player aufzuwerten.

Dabei standen zunächst 2 Fragen im Vordergrund:
  1. Soll es die originale Sharp Fernbedienung sein?
  2. Welche Kopfhörer passen am besten?

Fernbedienung

Die erste Frage war schnell beantwortet - dachte ich. Sharp bietet für den Zaurus Cxx00 eine eigene Fernbedienung - genannt CE-RH2 - an, die nicht unter 60 Euro zu haben ist. Schaut man sich den Aufbau der RH2 an, kommen ein halbes Dutzend Widerstände und ein paar Schalter zum Vorschein. Damit steht für mich fest: Selbst zum halben Preis wäre die Fernbedienung noch überteuert.

CE-RH2: Innenleben

Aus diesem Grund schaute ich mich nach möglichen Alternativen um. Dabei wollte ich es zunächst mit einem Eigenbau versuchen, was jedoch daran scheiterte, dass ich keine passenden Schalter/Taster fand (zumindest keine, die mir gefielen). Eine andere Möglichkeit wäre der Umbau von anderen Fernbedienungen gewesen. Diese sind oftmals schon für um die 20 Euro zu bekommen. Allerdings kommen dann noch die neuen Widerstäde und natürlich der Umbau dazu.
Da ich jedoch in den Elektronikkatalogen keine passenden Bauteile (Gehäuse, Taster) finden konnte und SMD-Löten nicht unbedingt meine Stärke ist, habe ich mich letztendlich doch dazu entschlossen, das Original von Sharp zu kaufen.

Aussehen & Verarbeitung

Die Fernbedienung selbst ist sauber verarbeitet und macht trotz Voll-Plastik einen stabilen Eindruck. Auch ist die CE-RH2 wesentlich kleiner und zierlicher, als sie oftmals auf Fotos wirkt: Etwas länger als eine Streichholzschachtel, dafür aber ein Stück schmaler.

Auf der Rückseite der Fernbedienung ist eine Federklemme angebracht, die ein einfaches und schnelles "Anklipsen" ermöglicht. Alternativ ist am oberen Ende, vor der Kopfhörerbuchse, noch ein kleiner Bügel aus Metall angebracht. An diesem ließe sich beispielsweise ein Umhängeband befestigen.

Vom um 90 abgewinkelten, (vermutlich) vergoldeten Stecker führt ein dick ummanteltes, 94cm langes Kabel zur Fernbedienung. Das Kabel schein recht solide zu sein und wird über eine Zugentlastung in die Ferbedienung geführt.

Bedienung

Die Einhandbedienung der CE-RH2 klappt ganz gut: Man hält die Fernbedienung mit Mittel- und Ringfinger und drückt die Tasten mit Daumen und Zeigefinger.

Ein großer zentraler Knopf fungiert als Start/Pause-Taste. Recht und Links davon befindet sich jeweils ein Kombitaster, der sich nach oben und unten drehen und zusätzlich drücken lässt. Auf der linken Seite dient dieser Taste zum regulieren der Lautstärke (Laut/Leise) und zum Stumm schalten. Mit dem rechten Taster kann vor und zurück gesprungen werden (nächter/vorheriger Titel) und die Wiedergabe ganz gestopt werden (Stop).

Mit ein wenig Bastelei in den Konfigurationsdateien des Zaurus (Keyhelper) lassen sich die Funktionen der Tasten der Fernbedienung den eigenen Wünschen anpassen.

CE-RH2: Detailansicht

Kopfhörer

Wie befürchtet machen die Kopfhörer einen sehr billigen Eindruck: Dünne Kabel, keine sichtbare Zugentlastung an den Ohrstöpseln, kantiges Plastik und dünne Ohrpolster. - Damit wirken die Kopfhörer wie ein 2-Euro-Modell aus der Ramschkiste.

Klangtest

Wichtiger als das Aussehen sollte bei einem Kopfhörer jedoch der Klang sein. Und da überraschen die Sharp-Ohrstöpsel. Musik und Sprache werden klar und sauber wiedergegeben, mit einem kraftvollen, sehr angenehm voluminösen Bass. Da kommen selbst meine guten alten Aiwa-Kopfhörer - bisher meine Referenz - nicht mit.

Fazit

Die Sharp CE-RH2 Fernbedienung ist sicherlich kein billiges Vergnügen. Dafür macht sie einen qualitativ hochwertigen Eindruck, ist angenehm klein und leicht und funktioniert problemlos mit dem CackoROM (1.23).
Die mitgelieferten Kopfhörer bieten einen ausgewogenen, überraschend guten Klang. Es gibt sicherlich besseres, aber für "Gelegenheitshörer" sind die Sharp Kopfhörer mehr als ausreichend.

Möchte man die Möglichkeit nutzen, den Zaurus fern zu steuern und hat man das nötige Kleingeld übrig, spricht also nichts gegen den Kauf der CE-RH2.

CE-RH2: Verpackung und Inhalt

ACHTUNG: Die CE-RH2 passt nur für die Modelle SL-Cxx00, also C1000, C3200, etc. Die Beschaltung der Fernbedienung hat sich gegenüber der CE-RH1 geändert!



©2004-2006 Frank A. Grenzel
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