Auf dieser Seite habe - und werde - ich meine Erfahrungen mit dem SHARP Zaurus SL5500-G - kurz Z* - Linux-PDA aufschreiben. Das Ganze soll vor allem als Einstiegshilfe gedacht sein. Anregungen, Ergänzungen oder Kritik sind gerne erwünscht!


Sharp Zaurus SL5500-G Sharp Zaurus SL5500-G


Noch ein Hinweis: Alle Aktionen erfolgen auf eigene Gefahr! Das hier beschriebene hat bei mir zwar problemlos funktioniert, aber ich kann nicht dafür garantieren, dass es auch bei anderen so klappt. Daher: Nachahmung auf eigene Gefahr!



Der SL5500-G hat einen 16 MB großen FlashROM, der den Kern des Betriebssystem - also Linux - sowie einige Basis-Applikationen enthält.
Standardmäßig wurden die in Deutschland verkauften SL5500-G (das G steht für Germany) mit einem SharpROM in der Version 2.36G oder 2.38G ausgestattet. Diese mehrere Jahre alten ROMs sind leider auch die letzten Versionen, die Sharp offiziell für den deutschen Zaurus zur Verfügung gestellt hat und hinken schon "etwas" der Zeit hinterher.

Ich habe mich bei meinem Zaurus für das originale SharpROM in der Version 3.13 (nicht 3.10, die hat noch einige Fehler) entschieden, vor allem weil ich das Hancomm Office-Paket einsetzen will. Diese ROM-Version wird offiziell nur für die US amerikanischen SL-5500 (ohne G) angeboten, läßt sich aber auch problemlos auf die deutsche Version flashen. Danach hat man aber erstmal einen rein englischen Linux-PDA.

Übrigens, wer gehofft hat, in absehbarer Zeit doch noch ein neues deutsches ROM für seinen Zaurus zu erhalten, wird wohl enttäuscht werden:

Sehr geehrter Herr Grenzel,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Laut Mitteilung unserer Fachabteilung handelt es sich bei dieser ROM-Version ausschließlich um eine US-Version, die für Deutschland nicht produziert werden wird.



Mit freundlichen Grüßen
Sharp Electronics (EUROPE) GmbH
 - KonsumentenBetreuung -


Wie dem auch sein, die Systeminfo meldet bei diesem ROM folgendes:


System-Informationen


Eine Besonderheit hat das SharpROM übrigens noch: Wie bei Linux-Systemen üblich, arbeitet man nun nicht mehr als root auf dem System, sondern als Benutzer zaurus. Das hat zur Folge, dass einige Dinge nicht mehr so funktionieren, wie früher gewohnt, dient aber der Systemsicherheit.

Neben dem Original-ROM von Sharp gibt es noch zahlreiche weitere Varianten, von denen vor allem "OpenZaurus" (OZ) von Bedeutung ist.

An dieser Stelle ein Hinweis in eigener Sache: Da ich mich mit OZ nicht auskenne und auch nicht die Zeit habe, mich mit diesem System näher zu beschäftigen, wäre ich dankbar, wenn jemand Lust und Laune hat, mir entsprechende Ergänzungen für diese Homepage zu liefern. Wer also einmal das ROM von Sharp/Cacko mit dem von OZ auf dem SL5500-G verglichen hat und seine Erkenntnisse mitteilen möchte, der melde sich bitte bei mir!



Zum ROM-Upgrade gehören 2 Pakete: Das Application-Paket und das eigentliche ROM-Image.

Das Application-Paket enthält neben diversen Manuals (Anleitungen zu den Programmen, zum Upgrade, usw.), auch die aktuellen Versionen von Intellisync und Qtopia Desktop für Windows. Darüber hinaus sind auch der aktuelle USB-Treiber für Windows, sowie diverse Programme (hauptsächlich Spiele, die Java-VM und das Hancom Office) mit dabei. Ich habe beide Pakete übrigens im Archiv von www.zaurususergroup.com gefunden.

Will man den Zaurus zusammen mit Windows einsetzen, müssen die entsprechenden Windows-Programme installiert werden - die alten Versionen werden nicht mehr mit dem "neuen" Sharp funktionieren!
Ob - und wenn ja wie - sich der Zaurus mit dem neuen ROM auch unter Linux synchronisieren läßt, kann ich im Moment noch nicht sagen, bin aber für Hinweise diesbezüglich dankbar.

Neben der Methode, das ROM-Image mit Hilfe des entsprechenden Windows-Programms auf den Zaurus zu laden, kann man auch eine CF-Card benutzen. Diese Methode bevorzuge ich - irgendwie beruhigt mich der Gedanke, dass Windows einen Linux PDA über USB flashen soll, nicht gerade... ;-)

Um den Zaurus mit dem neuen ROM zu flashen, geht man wie folgt vor:
  1. Auf eine möglichst leere, FAT16 formatierte CF-Card wird das ROM-Image, die Datei "Ospack", kopiert (wichtig: Die Datei muß im Hauptverzeichnis auf der Karte sein).
  2. Der Zaurus ist ausgeschaltet und die CF-Card wird eingesteckt (wenn sie's nicht sowieso schon ist)
  3. Jetzt wird das Ladekabel angeschlossen (ohne geht das Flashen nicht) und die Tastatur aufgeschoben. Der Batteriedeckel muß ebenfalls abgenommen werden.
  4. Jetzt drückt man die Tasten C und D gleichzeitig


     
  5. Gleichzeitig wird nun die (sonst vom Batteriedeckel verdeckte) Reset-Taste auf der Rückseite des Zaurus gedrückt (am Einfachsten mit dem Stylus).
  6. Jetzt bitte wieder loslassen und den PDA vorsichtig bei Seite legen *g*
Jetzt sollte der Flash-Vorgang eingeleitet werden. Ist das der Fall, brennen nun beide LEDs auf der Vorderseite. Brennt nur eine der beiden LEDs, oder blinken diese, ist irgendwas schief gelaufen. Wurde beispielsweise vergessen, das Netzteil anzuschließen, leuchtet nur die grüne LED, nicht aber die organgene. Ein anderes Problem könnte eine CF-Card sein, die der Zaurus nicht zum Flashen mag (mit meiner 128 MB CF-Card wollte sich der Zaurus beispielsweise nicht flashen lassen, auch wenn sie sonst völlig problemlos in diesem PDA funktioniert).

Wenn beide LEDs wieder aus gehen, ist der Flash-Vorgang beendet. Glückwunsch! Jetzt haben wir (fast) einen Zaurus SL-5600 vor uns liegen!

Am Besten nochmal kurz den Reset-Knopf auf der Rückseite drücken, dann den Batteriedeckel wieder drauf stecken und nicht vergessen, diesen auch wieder zu verriegeln (dafür gibt's diesen kleinen Schalten unten in der Ecke).



Nach dem Flashen des ROMs wird der Zaurus nun zum ersten Mal gestartet, das Bootlogo erscheint und nach einer Weile sieht man das neue Qtopia - und ist enttäuscht. Viele behaupten, das SharpROM 3.x bringt hässliche Icons mit - ich sage, sie haben Recht! Aber auch das werden wir noch ändern.

SharpROM 3.x
Qtopia mit SharpROM 3.x-Icons



Leider gibt es auch beim 3er ROM von Sharp noch ein paar Dinge, die verbessert werden müssen.

An erster Stelle steht für mich dabei die Ladestandsanzeige des Zaurus. Diese soll ja eigentlich anzeigen, wie voll der Akku noch ist. Leider wird im "Normalfall" fast immer nur ein Wert angezeigt: 100%! Der Zaurus scheint tatsächlich nur 3 Werte zu kennen: 100%, 40% und 1% - nicht gerade sinnvoll, wenn man früh noch 100% angezeigt bekommt und 10 Minuten später im Zug sind es plötzlich nur noch 40% - Damit hält der Zaurus wohl kaum noch den ganzen Tag durch!

Das Problem ist jedoch nicht der Zaurus selbst, sondern die Software! Mit einem APM-Kernel-Patch kann man dieses Problem umgehen.

Der Treiber des Zaurus kann nur 4 Werte von der Ladekontrolle abfragen und offensichtlich hat Sharp diese nicht sehr sinnvoll gewählt. Mit dem Patch werden jetzt zwar ebenfalls nur 4 Werte abgefragt (mehr geht wohl tatsächlich nicht), aber diese Werte werden nur als "Stützstellen" für eine Interpolation benutzt. Diese berechnet, wo ungefähr jetzt der Ladestand sein könnte und zeigt dieses an. Das ist dann zwar immer noch nicht supergenau (bei mir schwankt der Wert um 4 bis 8 Prozent), aber doch deutlich brauchbarer, als das Original. Wie schon gesagt wird dafür ein Kernel-Patch in Form eines neuen Kernel-Images benötigt. Für das SharpROM 3.13 ist dies das das Cacko Kernel Image for SharpROM 3.10/3.13 Version 1.0. Benötigt wird zImage-sl5500-32-30.

Diese Datei habe ich als gepacktes ZIP bei www.zaurususergroup.com herunter geladen. Um den Patch einzuspielen, geht man exakt genauso vor, wie oben für das ROM-Flashen beschrieben, nur dass diesmal nicht die Datei "Ospack", sondern die zImage-Datei auf die CF-Card kopiert wird.

Bitte VOR dem Update unbedingt die in der ZIP enthaltene ReadMe-Datei lesen! (deswegen heißt die auch so!)

Übrigens, die Image-Datei sollte in zImage umbenannt werden.

Neben dem APM-Patch enthält der neue Kernel außerdem noch eine Option für den asynchronen Zugriff auf die Speicherkarten (der Original-Kernel hat diesen Parameter ignoriert), sowie neue WLAN-Treiber. Mit diesen sollte "Wellenreiter" mit dem SharpROM 3.x funktionieren (hat bei mir nicht geklappt, was aber vermutlich an meiner WLAN-Karte liegt).

Nach dem Einspielen des Kernel-Patches und dem Einschalten des Zaurus sieht man ein neues Boot-Logo (Statt rotem Sharp-Schriftzug sitzt jetzt ein kleiner Tux auf dem Display) und auch die Fonts sind kleiner geworden. Vor allem den neuen Font finde ich schön, da dieser nicht nur eleganter aussieht, sondern die Boot-Meldungen damit auch besser lesbar sind.

Damit man auch was vom APM-Patch hat, muß auch noch ein neues Batterieapplet (siehe unten) installiert werden!

Update: Auch ohne das neue Applet zeigt das SharpROM nun die korrekten Akku-Werte an, allerdings ohne genaue Prozente.

Noch ein wichtiger Hinweis: Es gibt auch eine Version mit dem Namen zImage-sl5500-60-0. Diese soll eigentlich dafür sorgen, dass man die gesamten 64 MB RAM als Hauptspeicher verwenden kann und alle Daten und Programme auf einer SD- oder CF-Card installiert werden. Dieser Kernel funktioniert nicht mit dem orginalen SharpROM 3.x!!!

Übrigens, Das Einspielen des Kernel-Patches kann auch später noch erfolgen. Dazu legt man vor dem Flashen ein Backup an, welches man nachher wieder mittels Restore zurücklädt. Damit das Backup mit dem neuen Kernel erkannt wird, muß der Name von *.backup_SL5500-US-3 in *.backup_SL5500-US-unknown umbenannt werden. Das Ganze hat bei mir hervorragend geklappt.



Zunächst sollten einige wichtige Programme installiert werden, die später noch öfters benötigt werden. Am einfachsten ist es, wenn die entsprechenden IPKs (Installationspakete) auf eine Speicherkarte kopiert werden. Der Zarus findet sie dann automatisch und bietet sie in seiner Software-Applikation zur Installation an.
Noch ein Wort zu den IPKs: Beim Download von IPKs unter Windows ist es mir öfters passiert, dass die Dateien als .tar oder .ipk.tar gespeichert wurden. Hier genügt es in der Regel die Endung einfach wieder in .ipk umzubennen, da eine IPK-Datei einfach ein mit gzip und tar gepacktes Archiv ist. Bei einigen wenigen Programmen war es auch noch nötig, diese zunächst mit gzip zu packen und dann erst in .ipk umzubennen.

Als erstes habe ich folgende Programme installiert:

Programm Version Beschreibung
opie-embeddedkonsole 1.5.9-2 Ein Terminal ala XTerm - für Linux einfach Pflicht!
qtopia-advancedfm 1.0 Ein Datei-Explorer
qtopia-textedit 1.0.1 Ein Texteditor
keyz-zbk 0.6.0-1 Zur Anpassung der Tastatur
Update: Im Gegensatz zur Version 0.5.6 wird nur noch dieses eine Paket benötigt. Außerdem wurden einige Fehler aus der vorherigen Version beseitigt!
sudo 0.1 sudo-Kommando, ermöglicht das Ausführen von Programmen mit root-Rechten


Die opie-embeddedkonsole verwende ich statt des original Terminalprogramms (habe ich garnicht erst installiert), da hiermit auch mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet werden können.
Der qtopia-advancedfm und der qtopia-textedit ersetzen den Dateimanager und den Texteditor von Sharp. Der qpe-filemanager von Sharp muß also garnicht erst installiert werden. Damit auch der Qtopia-Texteditor standardmäßig benutzt wird, sollte der originale textedit-Symlink in /home/QTPalmtop/bin gelöscht und stattdessen auf textedit.opie gesetzt werden.


Alter Style   Neuer Style
AdvancedFM: Links der alte Style, rechts mit zStyle Liquid und Grade8


Um die Arbeit mit dem Zaurus etwas zu erleichtern, habe ich dem Dateimanager, der Console (Terminal) und dem Texteditor "root-Rechte" gegeben. Dazu einfach auf das Icon klicken und den Stift gedrückt halten, bis sich das Einstellungsfenster öffnet. Dort dann ein Häkchen für "als root ausführen" ("execute with root privilege") setzen.

Übrigens, Programme die mit root-Rechten gestartet werden, erscheinen im alten Style!



Die keyz-Applikation stellt die deutsche Tastaturbelegung wieder her (man kann damit auch einfach zwischen verschiedenen Layouts wechseln). Für die Auswahl des Layouts wird auch eine GUI mitinstalliert. Wegen der geänderten Rechte (man arbeitet ja jetzt standardmäßig nicht mehr als root auf dem Zaurus), funktioniert dieses Programm jedoch so noch nicht.Also öffnet man eine Console, geht ins Verzeichnis /opt/QtPalmtop/lib/zkb, ruft mit sudo bash eine root-bash auf und setzt mit chmod 666 * die Rechte neu. Danach läßt sich keyz ganz normal über die GUI konfigurieren.

Alternative: Einfacher geht es, wenn man den Advanced Filemanager verwendet. Dazu muss dieser mit root-Rechten aufgerufen werden. Dann wechelt man ins Verzeichnis /opt/QtPalmtop/lib/zkb und markiert zkb.xml (Anklicken und gedrückt lassen, bis sich das Kontextmenü öffnet). Im Kontektmenü wählt man "Set Permissions" aus und erlaubt auch normalen Anwendern das Schreiben der Datei.

Leider funktioniert keyz derzeit noch alles andere als optimal:

Jetzt müssen noch ein paar Dateien angepaßt werden. Dazu kann man am Besten den Texteditor benutzen.
In der Datei /opt/QtPalmtop/qpe.sh sind die Zeilen

 export LANG=de
 export LC_ALL=de


zu ergänzen. Das Gleiche in /home/zaurus/.profile - sollte diese Datei nicht vorhanden sein, einfach neu anlegen und die beiden Zeilen rein schreiben.
Außerdem noch in /home/zaurus/Settings/locale.conf die "Language" von en auf de ändern und die "Timezone" auf Europe/Berlin einstellen (die Timezone läßt sich auch über die "Uhr" einstellen).
Auch hier ist wieder darauf zu achten, dass der Editor mit root-Rechten aufgerufen wurde!

Nun sollte man einen Neustart (Reboot) durchführen. Diese Änderungen bewirken, dass ab jetzt alle mulltilingualen Programme in Deutsch sind. Außerdem werden die Icons auch auf Deutsch beschriftet.

Leider ist das SharpROM nicht komplett multilingual, so dass man einen lustigen Mischmasch aus Deutsch und Englisch vorfindet, was allerdings - wenn man halbwegs Englisch kann - nicht sehr störend ist.

An dieser Stelle sollte man von einer wirklich sinnvollen Funktion des Zaurus Gebrauch machen: Dem Backup-Programm!
Diese Applikation ist bei den Einstellungen zu finden und erzeugt ein Speicherabbild bzw. lädt ein solches Abbild wieder zurück in den PDA.
Während meiner wilden Installationen und Deinstallationen kam es hin-und-wieder vor, dass sich der Zaurus nur noch durch ein Hardware-Reset zur Weiterarbeit bewegen ließ. Müßte man nun wieder sämtliche Programme neu einspielen und Dateien anpassen, würde das auf Dauer eine ziemlich nervtötende Angelegenheit werden.
Hat man zuvor ein Backup angelegt, genügt ein Restore und binnen weniger Sekunden ist der alte Zustand wieder her gestellt (es ist sinnvoll, nach einem Restore ein Reboot durchzuführen, damit auch alle Änderungen wieder wirksam werden)



Applets sind beim Zaurus kleine Programme, die sich dauerhaft in der Taskleiste (Tray) verankern und einen schnellen Zugriff auf verschiedene Funktionen und Informationen ermöglichen. Ein solches Applet haben wird bereits installiert: mit dem kzbapplet läßt sich die Belegung der Tasten ändern.

Programm Version Beschreibung
qtopia-batterieapplet 1.0.2 Zeigt den Ladezustand des Akkus in Prozent an.
In der Datei ~/Settings/qpe.conf kann man drei verschiedene Power-Levels einstellen (die Zahlen sind hier nur ein Beispiel und können den eigenen Vorlieben angepasst werden):

[PowerLevels]
low = 20
veryLow = 10
critical = 5


Diese werden dann entsprechend im Applet angezeigt

Update: Einige User haben mir berichtet, dass sich der Zaurus etwas "störisch" beim Laden verhält, wenn dieses Applet installiert (statt den Akku zu laden, blinkt nur die Power-LED). Eine Deinstallation des Applets soll geholfen haben. Alternativ hat auch folgendes geklappt:
  1. Zaurus ausschalten
  2. Netzteil einstecken (Power-LED blinkt, d.h. Akku wird nicht geladen)
  3. Zaurus einschalten (kurz danach sollte das Blinken aufhören und die LED dauerhaft leuchten, d.h. der Akku wird nun geladen)
  4. Jetzt kann der Zaurus wieder ausgeschaltet werden.
qtopia-brightnessapplet 1.0.1 Ermöglicht das schnelle Ändern der Displayhelligkeit und hat eine Funktion zum Abschalten des Displays (ohne den Zaurus dabei abzuschalten)
qtopia-cardmon 1.1 Fasst SD- und CF-Card in einem Applet zusammen
qtopia-memoryapplet 1.0.1 Gibt einen schnellen Überblick über den freien Speicher und ermöglicht das Anlegen einer SWAP-Datei zur Erweiterung des Hauptspeichers (muß nach einen Reboot wieder neu definiert werden!)



Mir haben die alten Icons vom 2.3er ROM besser gefallen, aber noch besser finde ich die cool-icons 0.0.1. Diese habe ich zusammen mit zStyle installiert.

Programm Version Beschreibung
cool-icons 0.0.1 Ersetzt die Standard-Icons, basierend auf den Opie Crystal Icons und den Icons aus dem SharpROM 2.3x
zstyle 1.4.1 Ermöglicht das Aussehen von Qtopia an die eigenen Wünsche anzupassen
Hinweis: Programme, die man als root ausgührt, ignorieren die Einstellungen von zStyle!
zstyle-liquid 1.2.0 Liquid-Design für zStyle
zstyle-theme-grade8 1.0.0 Theme für zStyle<


Qtopia-Desktop: Anwendungen   Qtopia-Desktop: Einstellungen
Mein "Qtopia-Desktop" mit cool-icons und zStyle


Mit zStyle kann man das Aussehen von Sharp-GUI beliebig verändern, Hintergrundbilder festlegen, die Schrift einstellen oder halbtransparente Menüs definieren. Die beiden Pakete liquid und grade8 gefallen mir persönlich recht gut, aber da gibt es ja auch noch andere Themes.



Der nächste Schritt war nun die Einrichtung einer SD-Card zur dauerhaften Erweiterung des internen Speichers. Dazu habe ich meine 64 MB Panasonic-Card aus dem Casio genommen. Diese ließ sich problemlos mit dem Zaurus benutzen.

Das aktuelle SharpROM kann auch mit FAT umgehen, so dass es nicht mehr nötig ist, eine Speicherkarte als ext2 zu formatieren, um sie als Speichererweiterung zu benutzen. Als netter Nebeneffekt kennt FAT auch keine Datei-Rechte, so dass auf der SD-Card installierte Programme für alle Zaurus-Benutzer zugänglich sind.
Das widerspricht zwar eigentlich dem Sicherheitskonzept von Linux, erleichtet aber die Arbeit mit dem Zaurus erheblich: Traditionell gab es beim Zaurus nur den Nutzer "root". Davon gehen auch viele Programme noch aus, was zu Problemen führen kann (wie beispielsweise bei keyz).

Zuerst habe ich die SD-Card neu formatiert. Dazu öffnet man eine Konsole, wechselt mit sudo bash auf die root-bash und gibt

 umount /dev/mmcda1
 mkfs.vfat /dev/mmcda1


ein. Ein

 mount /dev/mmcda1

sollte die Karte dann wieder ins System einhängen. Das hat bei mir aber nicht so richtig geklappt, wesegen ich ein Reboot durchgeführt habe. Danach war die Karte korrekt ins System eingehängt.

An dieser Stelle sollte man auch gleich noch einen Fehler in der SD-Card-Kontrolldatei beheben. Dazu öffnet man /home/etc/sdcontrol mit einem Texteditor und ändert bei FATOPTS "noatimei" in "noatime".

Ohne diese Änderung kann die Speicherkarte bei intensiver Nutzung schon nach kurzer Zeit ihren Geist aufgeben!



Die nächste Aktion war die Installation von Hancom-"Office", also Word, Sheet und Presenter. Alle drei Programme habe ich hintereinander direkt auf die SD-Card installieren lassen. Word und Sheet funktionierten auf Anhieb, Presenter beschwerte sich wegen einer fehlenden Datei robus-DE.rc im Verzeichnis /home/OtPalmtop/bin. Tatsächlich gibt es dort einen Symlink robus.rc. Diesen einfach kopieren und in robus-DE.rc umbenennen, schon klappt's auch mit dem Presenter.


Hancomm Word   Hancomm Sheet
Textverarbeitung und Tabellenkalkulation von Hancom


Installiert man alle drei Programme hintereinander, erscheint die Medlung, der Zaurus müsse anschließend neu gebootet werden - tatsächlich bleibt er jedoch einfach nur stehen, wenn man alle Programme hintereinander installiert hat. Da hilft dann nur noch ein Warm-Reset (Batterieschalter runter/hoch). Beendet man die Software-Applikation jedoch nach jeder Installation, funktioniert auch der Reboot.

Die Hancom-Programme starten allesamt in Englisch, da keine passenden deutschen Sprachdateien vorhanden sind. Mit ein wenig Arbeit ist es zwar möglich, die deutschen Sprachdateien aus den vorherigen Office-Versionen in 1.5.0 zum Laufen zu bekommen (tatsächlich erscheinen die Menüs dann in Deutsch), allerdings weiß ich nicht, was sich da zwischen den Versionen geändert hat. - Daher gebe ich mich bis auf weiteres mit englischen Menüs zufireden.

Alternativ kann man natürlich auch die älteren, aber dafür deutschen Versionen von Hancom Mobile Office installieren.



Für meinen Zaurus habe ich mir eine D-Link DCF-660W (CF-I) WLAN-Karte geholt. Auch wenn ich gelegentlich von Problemen mit dieser Karte gelesen habe, bei mir funktioniert sie bis jetzt völlig problemlos. Das SharpROM 3.13 hat sogar bereits einen entsprechenden Eintrag in seiner Datenbank.

Mit einem Preis von 45 bis 55 Euro lag die Karte auch preislich noch im akzeptablen Rahmen und unterstützt im Zusammenspiel mit meinem Draytek WLAN-Router auch 128 Bit WEB-Verschlüsselung. Außerdem von Vorteil: Die Karte steht gerade soweit aus dem Zaurus heraus, dass dieser trotz WLAN in der PielFrama Ledertasche (die "Standardtasche" für den SL-5500G) paßt.



D-Link DCF-660W


Nach dem Einstecken der Karte öffnet man zunächst die Netzwerk-Einstellungen und legt einen neuen WLAN-Eintrag an. Anschließend kann über das Netzwerk-Applet aus der Taskleiste eine Verbindung aufgebaut werden.

Kismet

Auch Kismet in der Version 3.0.1c funktioniert mit dem SharpROM 3.13 und der D-Link DCF-660W. Die Installation ist jedoch nicht ganz so trivial und soll daher an dieser Stelle beschrieben werden. Es werden zunächst 4 Dateien benötigt:
Die libstdc++-3-libc6.1-2-2.10.0.so muss nach /usr/lib kopiert und dort ein Symlink mit ln -s libstdc++-3-libc6.1-2-2.10.0.so libstdc++-libc6.1-2.so.3 erzeugt werden.
Abschließend werden nacheinander libcap, kismet und kismet-qtinstalliert.

Jetzt muss noch kismet.conf mit Hilfe eines Texteditors angepasst werden. Die Dateien sollte in /home/root/usr/local/etc zu finden sein.
Wichtig ist hier vor allem der "source"-Eintrag, der wie folgt lauten könnte: source=prism2,wlan0,prism2source
Damit sind die Vorbereitung für Kismet abgeschlossen. Jetzt muss noch das grafische Oberfläche KismetQt angepasst werden. KismetQT muss als root gestartet werden - also auf das Icon drücken (gedrückt halten!), bis der Options-Dialog erscheint und dort ein Häkchen bei "Execute with root-privileges" setzen. Nun sollte sich Kismet mit einem Klick auf das entsprechende Icon starten lassen. Beim Start blinkt bei mir die Link-LED an der WLAN-Karte mehrmals, bevor sie dann permant leuchtet - Kismet konnte die Karte also korrekt initialisieren und sucht die Umgebung nun nach Funktnetzen ab.

Damit KismetQt die Karte tatsächlich findet, sind evtl. noch Änderungen an den Einstellungen von KismetQt notwendig. Im Reiter "Config" habe ich beispielsweise als Scheme Sharp3x-prism2 und für Channel All Intl angegeben.

An dieser Stelle auch noch ein Wort zum Wellenreiter. Ich konnte Wellenreiter II problemlos auf meinem Zaurus installieren und starten, jedoch wurde meine WLAN-Karte nicht gefunden. Leider kann ich nicht genau sagen, ob das nun am Zusammenspiel zwischen dem SharpROM 3.x und Wellenreiter, oder an der WLAN-Karte bzw. deren Treiber liegt.



Noch einen genialen Treiber habe ich gefunden: usb-storage 1.0.0.
Mit diesem Treiber installiert sich ein kleines Programm in den "Einstellungen", mit dem man den USB-Modus wählen kann: Network oder Storage. Bei ersterem funktioniert der Zaurus wie gewohnt, also beispielsweise zum Syncen mit dem PC. Die Einstellung "Storage" macht aus dem Zaurus einen USB-CardReader - ideal, um schnell mal einige Dateien auf die CF-Card zu kopieren!

Hinweis: Der Treiber kann nur SD- oder CF-Karten freigeben, ein Zugriff auf den internen Speicher des Zaurus ist damit nicht möglich. Um vom USB-Storage-Mode wieder in den normalen Sync-Modus zu wechseln, sollte im Treiber-Setup nach dem Umschalten "Link PC" angeklickt werden. Andernfalls kam es bei mir gelegentlich zum Absturz des Zaurus (einfrieren des PDAs, Reset nötig).

Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, das Display um 90° drehen zu können. Dazu installiert man qt-embedded-rotation-fix 2.3.2-4 und rotate 0.0.1 bzw. rotate 0.0.2. Anschließend gibt es im Startmenü einen Eintrag "Rotate", der die Anzeige dreht.


Opera 6.0   Hancom Sheet
Opera 6.0 und Hancom Sheet im Landscape-Modus


Übrigens, wer mit Hilfe von "Tab Setting" die Beschriftung der Icons ändern will - das funktioniert nicht, zumindest nicht bei mir. Qtopia zeigt nach den oben genannten Änderungen die Icon-Beschriftungen von names[DE] aus der jeweiligen .desktop-Datei an. "Tab Setting" ändert jedoch den name-Eintrag. Hier muß man also die Änderungen von Hand in den Dateien vornehmen.

Update: Auf meiner Zaurus-Bugfix-Seite habe ich ein Workaround beschrieben, mit dem sich dieses Problem halbwegs elegant beseitigen läßt!



Bibliotheken habe ich prinzipiell ins interne RAM installiert. Alle anderen Programme wurden - bis auf die oben genannten "Grundprogramme" und Applets - direkt aus der Software-Applikation heraus auf die SD-Card installiert, soweit sie das nicht verweigert haben. Da, wo eine direkte SD-Installation nicht möglich war (beim Apache beispielsweise) konnte man nach der Installation die entsprechenden Verzeichnisse aber problemlos auf die SD-Card verschieben und mit Symlinks versehen.

Nach der Installation der Programme sieht meine Speicher jetzt so aus:


Speicher


Im internen RAM sind noch gut 17 MB frei. Da ist also noch genügend Platz, um - wenn nötig - den Hauptspeicher durch eine SWAP-Datei zu erweitern. Die genutzten 34 MB auf der SD-Karte sind komplett durch die installierten Programme gefüllt. Hier zahlt es sich wirklich aus, dass der Linux-PDA Programme auslagern kann!
Die CF-Card enthält ein paar Backups, alle Installationspakete, sowie meine komplette StarTrek-Homepage. Hier sind also keine Dateien, die für die "tägliche Arbeit" benötigt werden, so dass der CF-Slot für Erweiterungen frei bleibt.



©2004-2006 Frank A. Grenzel
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