PDAs haben mich schon immer fasziniert, vereinen sie doch geballte Rechenpower mit Flexibilität und die Möglichkeit jederzeit und überall "dabei zu sein". - So zumindest die Theorie.

Der Ausflug in die PDA-Welt begann für mich in Form eines Avigo 10 von Texas Instruments. Dieser hatte 1 MB Speicher, einen monochromen Touchscreen mit Hintergrundbeleuchtung, eine serielle Schnittstelle, sowie einen IrDA-Port. Die 2 AAA-Batterien hielten den Avigo 60 Stunden lang am Leben. - Ein Traum für heutige PDAs.
Für reine Organizeraufgaben war das Gerät auch hervorragend geeignet, aber auf Dauer war mir das einfach nicht genug.



Mein erster richtiger PDA war ein HP 360LX, eine Art Mini-Subnotebook (18,3 x 9,4 x 2,9 cm³) mit Windows CE 2.11. Für heutige Verhältnisse war der HP globig und schwer, hatte aber einige Vorteile:

HP 360LX H/PC
HP 360LX Handheld-PC

Gerade der PCMCIA-Slot war interessant. Damit war es problemlos möglich, eine Ethernet- oder Modem-Karte im 360LX zu betreiben und sogar eine Nokia PhoneCard funktionierte (in Verbindung mit einem WAP-Browser die ideale Kombination um unterwegs online zu gehen).
Das Display konnte 16 Graustufen darstellen (mehr konnte Windows CE 2.x sowieso nicht anzeigen) und der Hitachi SH-3 Prozessor war mit 60 MHz getaktet. Die 8 MB RAM waren gerade noch ausreichend, aber zum Glück konnte man ja eine CF-Card zum Speichern von Daten einsetzen.
Im 10 MB großen ROM waren neben dem Betriebssysem auch Pocket Outlook, Word und Excel, sowie PowerPoint vorinstalliert.



Nach dem 360LX fiel meine Wahl auf einen Compaq Aero 2120 mit Windows CE 3.0-Upgrade (damit wurde aus dem Aero 2120 ein 2160). Das Gerät war gebraucht recht günstig zu bekommen und dank Upgrade ein echter PocketPC 2000 PDA.
Der Aero war übrigens der erste PDA, bei dem ein "Reflective TFT" zum Einsatz kam, welches das Umgebungslicht zur Ausleuchtung des Bildschirms mitbenutze.

Compaq Aero 2120
Compaq Aero 2120 PocketPC 2000

Ausgestattet war der Aero mit 24 MB RAM und einer 70 MHz "schnellen" MIPS-CPU. Das Display stellte die heute noch oftmals üblichen 320x240 Pixel bei 65.536 Farben dar. Zwar konnte der Compaq nur Mono-Sound wiedergeben, dafür konnte man ein Headset ("Knopf im Ohr") anschließen und das Gerät so einfach als Diktiergerät benutzen, was Dank einer eigenen Aufnahmetaste auch problemlos funktionierte. Als Erweiterung stand ein CF-Slot zur Verfügung.
Dank der (kostenpflichtigen) Software "Pocket Facelift" konnte man das Aussehen und Design der Oberfläche den eigenen Wünschen anpassen und bekam auch das von Windows CE 2.x bekannte "Start-Menü" wieder zurück.

Pocket Facelift
Pocket Facelift im Einsatz...

Auch der Compaq Aero brachte wieder die üblichen Programme wie Pocket Outlook, Word und Excel mit, sogar ein DivX-Videoplayer ließ sich installieren. Doch spätestens da zeigte sich, dass 70 Mhz für einen PocketPC eindeutig zu wenig waren!
Der Grund, den Aero weg zu geben war jedoch der Akku. Dieser ließ sich zwar problemlos wechseln, jedoch findet man praktisch keinen Ersatz mehr. Es Stand also ein erneuter Modellwechsel an...



©2004-2006 Frank A. Grenzel
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