Folgende Dinge sind noch geplant:
  1. KDE/Pim-Pakete fertig beschreiben und Screenshots online stellen
  2. Beschreibungen und Screenshots für folgende Programme erstellen:
    • ZBDic (WikiPedia, Koreanisches Wörterbuch)
    • FBReader
    • Tree!Explorer QT
    • ZEditor
    • VisiScript
    • slcalc
    • PDFViewer
    • FreeNote (inkl. Zusatzprogramme)
    • HTML Editor
    • QFlashPlayer
    • Shell Commander
  3. Verschiedene kleine Scripte, die das Leben erleichtern, erstellen und beschreiben
  4. Java installieren
  5. Kangoroo (oder anderes japanische Wörterbuch) installieren
  6. VNC Viewer und Server installieren
  7. SE K700i über USB anschließen, obex installieren, Zugriff auf's Handy



Der Sharp Zaurus SL-C1000 lässt sich mit verschiedenen Linux-Distributionen betreiben. Diese werden als ROMs bezeichnet und unterscheiden sich im eingesetzten Kernel, den Bibliotheken und der grafischen Oberfläche. Die Wahl der "richtigen" Distribution ist entscheidend für möglichen Programme, die auf dem Zaurus laufen können und damit entscheidend für die Arbeit mit dem Gerät.

Der Begriff ROM steht dabei für "Read-Only Memory" (Nur-Lese Speicher) und beschreibt, dass der Betriebssystemkern schreibgeschützt im (Flash-)Speicher des Zaurus liegt.

Die bekanntesten Distriburtionen dürften sicherlich das (nur auf japanisch erhältliche) originale SharpROM, sowie die englischen CackoROM und pdaXrom sein.

Beim CackoROM handelt es sich im Prinzip um ein modifiziertes SharpROM, wobei vor alle eine vollständige Übersetzung ins Englische stattfand. Darüber hinaus wurden auch viele Treiber und Programme aktualisiert und ausgetauscht.
Der Vorteil dieses ROMs liegt in seiner Kompatibilität zum Original und den dafür geschriebenen Programmen, sowie seiner Optimierung für PDAs.



Bevor wir uns jetzt ans Einrichten unseres Zaurus machen, noch ein - aus meiner Sicht - wichtiger Hinweis. Nichts ist ärgerlicher oder frustierender, als nach Tagen (oder Wochen) des Installierens, Konfigurierens und Optimierens plötzlich ein nicht mehr funktionierendes System in den Händen zu halten.

So ergang es mir. Ein (gewollter) Reboot und der Zaurus startete nicht mehr. Natürlich mitten im Urlaub. Und gerade, als alles fertig eingerichtet war. - Passiert war folgendes: Nach einem Neustart und einigen Bootmeldungen erscheint eine Meldung "Wait..." und dahinter eine Zahl, die im Sekundentakt von 5 bis 1 herunter gezählt wird. Anschließend erscheint das Startbild und nach einiger Zeit Qtopia. Normalerweise!
Bei mir kam nach "Wait... 1" aber nicht der Startbildschirm, sondern erneut ein "Wait... 5" und nach weiteren 5 Sekunden erneut... Bis in alle Ewigkeit...

In so einem Fall denkt natürlich jeder sofort ans Neu-Flashen und sieht sich einer erneuten Installations- und Konfigurationsorgie gegenüber. Und natürlich hilft auch das letzte Backup nichts, denn da war der Fehler ja dann auch schon drin.

Zwar bietet der Zaurus eine Möglichkeit in ein rudimentäres Not-Linux zu starten, doch erstens ist der Weg dorthin (Akku raus, Tastenkombination drücken, Akkur rein, Tasten weiter drücken) sehr umständlich und zweitens dürfte es den meisten nicht weiter helfen, da wirklich nur ein Basis-System vorhanden ist und kein Zugriff auf die "normalen" Verzeichnisse besteht.

Aber zum Glück hat unser ROM noch etwas besseres zu bieten, immerhin sind wir schon bis zur "Wait"-Meldung gekommen. Drückt man hier nun vor Ablauf der 5 Sekunden auf [/,] (die Taste rechts neben SPACE), erscheint ein Startmenü mit verschiedenen Optionen. Eine davon - a - bringt uns in eine Linux Konsole. Dort hat man (fast) alle Möglichkeiten, die auch die Konsole unter Qtopia direkt bietet, also Zugriff auf installierte Programme (Midnight Commander beispielsweise) und auf gemountete Laufwerke.

Bei mir war übrigens die Lösung, das zuletzt installierte Programm mittels ipkg remove zu deinstallieren. Danach ließ sich Qtopia wieder problemlos starten.



Das CackoROM gibt es in 2 Versionen: Cacko 1.23 full und Cacko 1.23 light.

Der einzige Unterschied zwischen beiden Versionen sind die vorinstallierten Treiber und Programme. Aber gerade darin liegt auch der Vorteil der light-Version. Mit ihr bekommt einen ein schlankes, im Grundzustand aufs nötigste rediziertes System.
Es werden lediglich 19MB vom 128MB großen internen Flash-Speicher des Zaurus benötigt. Der Rest steht dem Benutzer frei zur Verfügung. Alle Programme und Treiber, die in der full-Version fest integriert sind, können - müssen aber nicht - nachinstalliert werden.



Das Cacko (Russisch für "Juwel") ROM kann direkt von Anton Maslovsky's Homepage (http://my-zaurus.narod.ru) herunter geladen werden. In der ZIP-Datei mit dem ROM ist auch eine Anleitung enthalten, wie der Zaurus damit geflasht werden muss.

Wenn der Zaurus mit dem neuen CackoROM das erste Mal neu gestartet und eingerichtet wurde, hat man eine sehr "aufgeräumten" Oberfläche vor sich. Außer der Konsole (qkonsole) ist nichts wichtiges zu finden.

Als erstes sollte jetzt der deutsche Tastaturtreiber eingerichtet werden. Dazu wechselt man in Qtopia auf den Reiter "Settings" und wählt dort "Keyboard" aus.


Die Keyboard-Einstellungen ändern nicht nur die Software-Tastatur...


Zur Zeit noch das englische Layout eingestellt. Das deutsche (und auch andere) kann einfach hinzugefügt werden. Ist mehr als ein Layout in der Liste, erscheint neben der Uhrzeit in der Taskleiste eine kleine Flagge. Diese zeigt das aktuell gültige Tastaturschema an und ermöglicht auch einen schnellen Wechsel.

Nun sollte der aktualisierte SD-Card-Treiber installiert werden, der den Einsatz von Speicherkarten mit mehr als 2GB ermöglicht. Damit funktioniert dann beispielsweise die 4GB Transcend 150x SD-Card out-of-the-box im C1000.
Außerdem empfehle ich die Installation des Midnight Commanders, kurz mc. Dieser unter Linux sehr bekannte "Norton Commander"-Clone bietet alles wichtige zum Datei-Handling. Neben Kopieren, Verschieben und Löschen von Verzeichnissen und Dateien ist auch ein guter und einfach zu bedienender Texteditor integriert. - Genau das Richtige zum Anpassen von Konfigurationsdateien. Diese IPGs sollten auf alle Fälle in den internen Flash-Speicher installiert werden. Anschließend muss der Zaurus neu gebootet werden, um den SD-Treiber zu aktivieren.



Der nächste Schritt ist nun die Einrichtung der SD-Card als Erweiterung des internen Speichers. Die 128MB Flash-Speicher des Zaurus sind in Anbetracht der durchschnittlichen Programmgrößen zwar durchaus ausreichend, dennoch gibt es einige gute Gründe, eine SD-Card einzusetzen: Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der 1GB Transcend 80x, sowie der 4GB Transcend 150x SD-Card gemacht. Beide werden ohne Probleme vom Zaurus (mit dem aktualisierten SD-Treiber) erkannt und laufen stabil.

 
Diese beiden Speicherkarten liefen/laufen ohne Probleme bei mir!



Eine Einschränkung gibt es jedoch: Die IPKG-GUI (das Programm zum Installieren und Deinstallieren von Programmen) meldet "Zu wenig freier Speicherplatz", wenn auf der SD-Card zu viel Speicher frei ist!
Konkret bedeutet das: Auf eine leere 4GB SD-Card lassen sich keine Programme installieren, weil der Zaurus meldet, es sei zu wenig Speicher vorhanden. Bei 1GB freiem Speicher auf der Karte funktioniert das Ganze dann jedoch wieder völlig problemlos.

Aus diesem Grund habe ich meine 4GB SD-Card in 2 Partitionen unterteilt:
  1. Partition /dev/mmcda1: 1GB ext2 für SWAP und zur Installation von Programmen
  2. Partition /dev/mmcda2: 3GB FAT32 für Daten, Videos, etc.
Die von fdisk ausgegebene Partitionstabelle sieht dann so aus:

   Disk /dev/mmcda: 4116 MB, 4116709376 bytes
   2 heads, 32 sectors/track, 125632 cylinders
   Units = cylinders of 64 * 512 = 32768 bytes

        Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
   /dev/mmcda1               1       31251     1000016   83  Linux
   /dev/mmcda2           31252      125632     3020192    b  W95 FAT32

Und so richtet man die SD-Card ein:

su
umount /dev/mmcda1
fdisk /dev/mmcda

(Jetzt wird das Programm "fdisk" zum Partitionieren der SD-Card gestartet. Zunächst sollten alle bestehenden Partitionen gelöscht und zwei neue primäre - 1x 1GB Linux, 1x 3GB FAT32 - angelegt werden.)

mkfs.ext2 -m 0 -c /dev/mmcda1
tune2fs -c 0 -i 0 /dev/mmcda1
mkfs.vfat -c /dev/mmcfa2
tune2fs -c 0 -i 0 /dev/mmcda2

mkfs:
-m 0 setzt den für root reservierten Platz von 5% (Standard) auf 0%.
-c Checkt den Datenträger auf "schlechte" Blöcke, bevor das Dateisystem angelegt wird.

tune2fs:
-c 0 setzt den Intervall zwischen den Dateisystem-Checks beim Mounten auf unendlich.
-i 0 Der Intervall in Tagen zwischen 2 Checks (beim Mounten) wird nicht berücksichtigt.
Diese Einstellungen verhindern also einen automatischen Check des Dateisystems beim Mounten. Da die Karte beim Ein- und Ausschalten des Zaurus immer eingehängt/ausgehängt wird, bekommt man sehr schnell sehr viele Mount-Vorgänge zusammen.

Den Screensaver sollte man zuvor jedoch besser abschalten. Mit dem Überprüfen der Blöcke kann das formatieren einer 4GB-Karte schonmal eine halbe Stunde dauern. Aber anschließend kann man sicher sein, dass auch wirklich alles okay ist.

Die erste Partition (ext2) wird nach einem Neustart des Zaurus oder einem Reinsert der Karte automatisch gemountet und kann problemlos genutzt werden. Allerdings ist hier noch etwas "Feinschliff" für einen optimalen Betrieb nötig.
Bei der zweiten Partition sieht die Sache schon etwas anders aus. Der Zaurus ist von Haus aus nicht für Speicherkarten mit mehreren Partitionen konfiguriert und bindet die neue FAT32-Partition nicht automatisch ins System ein.

Zunächst müssen wir uns einen neuen Mount-Point suchen, wo wir die zweite Partition ins System einhängen wollen. /mnt/card ist für die erste Partition reserviert, aber /mnt/vfat scheint eine sinnvolle Option zu sein.
Dazu legen wir ein neues Verzeichnis an:

su
mkdir /mnt/vfat

Anschließend wird /etc/fstab angepasst:

su
mcedit /etc/fstab

/etc/fstab
/dev/mmcda1   /mnt/card   auto   noauto,owner,noatime,async                                  0   0
/dev/mmcda2   /mnt/vfat   auto   noauto,owner,noatime,async,iocharset=utf8,umask=000,quiet   0   0


Mit noatime wird verhindert, dass bei jedem Zugriff auf eine Datei das Zugriffsdatum für diese aktualisiert wird. Flash-Speicher kann nicht unendlich oft beschrieben werden, jeder Schreibzugriff lässt unsere Speicherkarte also ein Stück "altern". Außerdem kostet jeder (unnötige) Schreibzugriff natürlich Zeit.
Normalerweise aktualisiert das System bei jedem Lesen einer Datei deren Zugriffszeit. Mit der Option noatime wird dies verhindet und nur noch Dateiänderungen vermerkt.
Speicherkarten werden normalerweise mit der Option sync eingebunden. Das bedeutet, dass jeder Schreibzugriff sofort und ohne Verzögerung ausgeführt wird, egal ob das System im Moment eigentlich besseres zu tun hätte.
Mit async wird eine Art "Puffer" für Schreibzugriffe eingerichtet. Die Daten werden zunächst in diesen Puffer geschrieben und "bei Gelegenheit" auch physikalisch auf die Speicherkarte geschoben. Das hat den Vorteil, dass das System beim Schreiben weniger belastet wird. Allerdings wäre es äußerst fatal, eine mit async gemountete Speicherkarte "einfach so" heraus zu ziehen, da sich möglicherweise noch Daten im Puffer befinden, die noch nicht auf die Karte geschrieben wurden. Datenverlusst wäre unweigerlich die Folge. Aber da unsere SD-Card ja permanent als "Festplatte" dienen soll, machen wir uns die Vorteile dieser Option zu nutze.
Die umask ist nötig, um auch normalen Benutzern den (Schreib-)Zugriff auf die FAT32-Partition zu ermöglichen.
Mit quiet werden Fehlermeldungen unterdrückt, die auftreten, wenn Linux versucht die Rechte von Dateien auf der FAT32-Partition zu setzen. - FAT32 kennt solche Rechnte nämlich nicht. Die werden fest über die umask vorgegeben.

Soweit die Theorie... In der Praxis wird /dev/mmcda1 immer noch ohne noatime gemountet und auch /dev/mmcda2 benötigt manuelle Starthilfe. Da ich es jedoch Leid war, die beiden Partitionen der SD-Card bei jedem Neustart von Hand über die Konsole neu zu mounten, habe ich ein kleines Script und eine passende Desktop-Datei geschrieben.

Es ist sicherlich nicht die eleganteste Methode, aber sie funktioniert! Ich kann jetzt beide Partitionen mit einem "Klick" aus Qtopia heraus mounten und bekomme das Ergebnis auch gleich angezeigt.

/opt/QtPalmtop/bin/mountsd.sh
#!/bin/sh

sudo mount /dev/mmcda1
sudo mount -o remount,noatime,async /dev/mmcda1
sudo mount /dev/mmcda2
sudo mount -o remount,noatime,async /dev/mmcda2

qcop QPE/Application/embeddedkonsole 'setDocument(QString)' "clear && mount | grep /dev/mmcda && echo 'Press ENTER to quit' && read && exit"

/opt/QtPalmtop/apps/Settings/mountsd.desktop
[Desktop Entry]
Comment = Mount SD-Card
Name = Mount SD-Card
Exec = mountsd.sh
Icon = cardmon/sd
Type = Application
CanFastload = 0
Display = 640x480/144dpi,480x640/144dpi

Etwas komportabler geht es, wenn man opie-sh installiert hat. Dann hilft ein kleines Script weiter: sdmount.tar Die tar-Datei wird einfach auf den Zaurus kopiert und dort mit folgenden Befehlen entpackt:
su
cd /
tar xvf /mnt/cf/sdmount.tar
exit

/mnt/cf ist dabei der Pfad, wo sich die tar-Datei befindet. Anschließen müssen noch einmal die Tab Settings aufgerufen und mit Ok geschlossen werden. Dann findet man im Settings-Reiter ein neues Icon "Mount SD-Card". Ein Klick darauf führt ein (re)mount auf beide Partitionen durch und zeigt das Ergebnis, sowie den noch zur Verfügung stehenden Speicherplatz wie folgt an:


Kompoftables Mounten der SD-Card



Nachdem nun unsere SD-Card für den Betrieb im Zaurus eingerichtet ist, können wir eine SWAP-Datei zum Erweitern des 64MB großen Hauptspeichers (RAM) auf ihr einrichten. Das CackoROM bringt dafür bereit eine eigene Option für SWAP-Dateien bis maximal 128MB Größe mit. Mit einem Update sind bis zu 512MB möglich, aber die 128MB sollten erstmal reichen. Wichtig ist, dass die SWAP-Datei nach jedem Neustart wieder aktiviert werden muss!


Qtopia MemoryApplet - Ab Version 1.0.4 mit bis zu 512MB großer SWAP-Datei.



Jetzt ist auch eine gute Gelegenheit, unsere Konsole ein wenig aufzupeppen. Dazu legen wir zunächst ein neues Verzeichnis "bin" auf der SD-Card an und sorgen dafür, dass nicht nur root Zugriff darauf hat:

su
mkdir /mnt/card/Documents/bin
chmod 777 /mnt/card/Documents/bin


In dieses Verzeichnis könne wir später einfach unsere selbst geschriebenen Scripte kopieren, ohne dass diese die Standardverzeichnisse "zumüllen" würden. So bleibt's übersichtlicher.

Dann wechseln wir im Verzeichnis /home/root und ändern dort die Datei .bashrc (sollte sie nicht vorhanden sein, einfach neu anlegen):

/home/root/.bashrc
PS1="\u:\w \$ "

Die gleiche Einstellung nehmen wir in der .bashrc im Verzeichnis /home/zaurus vor.

Damit haben wir das Prompt für die Konsole geändert. Statt eines einfachen # uder $ wird nun immer der Name des Benutzers (zaurus oder root) und der aktuelle Verzeichnisname angezeigt.

Damit das Ganze auch funktioniert, sobald die Konsole aufgerufen wird und damit unser neues bin-Verzeichnis auch korrekt erkannt wird, muss in /home/zaurus auch noch .bash_profile geändert werden:

/home/zaurus/.bash_profile
export LANG="de"
export TC="default"
export CHARSET="ISO-8859-1"
export PATH=$PATH:/mnt/card/Documents/bin
export set LESSCHARSET=latin1
PS1="\u:\w \$ "


Hier besteht auch die Möglichkeit, dass System so anzupassen, dass ein eigener Startbildschirm verwendet werden kann. Dazu sucht man in /home/QtPalmtop/qpe.sh nach

bzcat /usr/QtPalmtop.rom/pics144/Startup_screen.bmp.bz2 > /tmp/Startup_screen.bmp
sdisp /tmp/Startup_screen.bmp &
rm -f /tmp/Startup_screen.bmp


und ersetzt diese Zeilen durch folgende:

/home/QtPalmtop/qpe.sh
if [ -f /home/QtPalmtop/pics144/Startup_screen.bmp ]; then
    sdisp /home/QtPalmtop/pics144/Startup_screen.bmp &
else
    bzcat /usr/QtPalmtop.rom/pics144/Startup_screen.bmp.bz2 > /tmp/Startup_screen.bmp
    sdisp /tmp/Startup_screen.bmp &
    rm -f /tmp/Startup_screen.bmp
fi

Jetzt kann ein eignes Bild für den Startbildschirm verwendet werden.


Ein eigener Startbildschirm auf Basis einer c't-Wallpaper.


Das Bild muss das Format 480x640 Pixel haben (also um 90 gedreht) und als bmp-Datei in /home/QtPalmtop/pics144 kopiert werden.

Wer will kann auch noch einen Schritt weiter gehen...

Wie beim Sharp/CackoROM des SL-5500G, so lässt sich auch beim SL-C1000 mit CackoROM der Language in /home/zaurus/Settings/locale.conf von en auf de ändern. Damit erklärt man dem System, dass es sich um ein deutsches handelt.
Tatsächlich erscheint jetzt Qtopia in Deutsch - zumindest die Reiterüberschriften, die Icons (soweit ein deutschsprachiger Eintrag exisitiert), sowie einige Programme (sofern sie eine entsprechende Lokalisierung mitbringen). Allerdings ändert sich mit dieser Anpassung auch der Systemfont - dieser wird extrem klein!


Englische Beschriftung in "normale" Größe


Auf Deutsch wird der Systemfont extrem klein

Man mag das "Problem" nicht als so schwerwiegend erachten, tatsächlich wird die Bedienung des Zaurus mit dem kleinen Display dadurch aber fast schon zur Qual. Und auch viele Dialogfenster werden durch die andere Schriftgröße sehr unleserlich, da sich beispielsweise unterinander stehende Auswahlfelder überlappen.

Damit wären die Vorbereitungen abgeschlossen und es wäre der richtige Zeitpunkt, um ein erstes Backup anzulegen. Dazu eigent sich entweder die SD-Card oder eine CF-Card mit genügend freiem Speicher. Anschließend können wir uns an die Installation weiterer Programme machen. Dabei gehe ich nach folgendem Prinzip vor: Auch benutze ich für die Installation keine Feeds, sondern eine CF-Card, auf die ich die zu installierenden Programme kopiere. Und noch ein Hinweis: Bitte nicht alle IPKs auf einmal auf die Speicherkarte kopieren - der Zaurus braucht dann ewig, um alle Pakete einzulesen (in "Add/Remove Software").



Nach dem ersten Backup habe ich den TextMaker 2002 (ausnahmsweise in den internen Speicher) installiert. Der Grund, warum ausgerechnet dieses Programm und zu diesem Zeitpunkt ist einfach: Bei früheren Versuchen ist mir der Zaurus regelmäßig abgestürtzt, wenn ich den TextMaker starten wollte. Dabei hat er mehr als einmal da gesamte System mit in den Abbgrund gerissen und ich konnte bis jetzt nicht heraus finden, woran das lag. Aber direkt nach einem Backup und bei einem praktisch noch jungfräulichen System ist das Risiko recht gering.

Und tatsächlich: TextMaker läuft!

Für die Installation habe ich jedoch nicht die grafische Oberfläche benutzt, sondern die Konsole. Bei der Konfiguration meldet der Zaurus zwar ein "Segmentation fault", aber laufen tut das Programm trotzdem. Ich vermute, das Problem tritt im Postinst-Script auf, wenn der Dateityp .tm für Textmaker reserviert werden soll.
Das Einspielen der HiRes-Patches für den Textmaker habe ich mir gespart, besteht dieser doch lediglich aus dem Ergänzen der Zeile

Display = 640x480/144dpi,480x640/144dpi

in der .desktop-Datei (/opt/QtPalmtop/apps/Application/tm.desktop). Das lässt sich von Hand problemlos mit dem mc vornehmen.


TextMaker - Das wohl beste Office-Programm für den Zaurus (Sharp/CackoROM)




Nachdem der TextMaker überraschend problemlos zur Zusammenarbeit zu überreden war, geht es nun an die Aufrüstung des Systems mit den "Light"-Paketen aus dem CackoFeed. Das sind die Programme, Bibliotheken und Treiber, die in der Light-Version des CachoROMs nicht enthalten sind.
Hier kommt es natürlich auf jeden selbst an, was er davon wirklich braucht. Daher liefere ich hier einfach eine Liste der bei mir installieten Pakete.

Programmpaket Beschreibung
hancomsheet_1.7.0-lite-1_arm.ipk Eine einfache Tabellenkalkulation
hancomword_1.6.0-lite-1_arm.ipk Eine einfache Textverarbeitung
helpbrowser_1.23-lite-1_arm.ipk Ein Programm zum Anzeigen der SHARP Hilfetexte
helpfiles_1.23-lite-1_arm.ipk Die Hilfetexte zu den SHARP-Programmen
hfs-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für HFS-Dateisystem
imagepad_1.23-lite-1_arm.ipk Ein einfaches Grafikprogramm
input-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Module für Maus und Tastatur
iptables-base_1.2.11-lite-1_arm.ipk
iptables-modules-2.4.20_1.23-lite-2_arm.ipk
isofs-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für ISO-Dateisystem
movieplayer_1.23-lite-2_arm.ipk Der SHARP Videoplayer
musicplayer_1.23-lite-2_arm.ipk Der SHARP Musikplayer
netfront_3.1-lite-2_arm.ipk Der NetFront Web-Browser
network-vpn_1.22-lite-1_arm.ipk
nls-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für NLS-Dateisystem
ntfs-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für NTFS-Dateisystem
phtostorage_1.23-lite-1_arm.ipk Der SHARP Bildbetrachter
recievedata_1.22-lite-1_arm.ipk
screensaver_1.4.5-lite-1_arm.ipk Mehrere Bildschirmschoner (u.a. Aquarium)
tcpdump_3.8.3-lite-1_arm.ipk
texteditor_1.23-lite-1_arm.ipk Ein einfacher Texteditor (Notizblock)
udf-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für UDF-Dateisystem
unicon-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk
unrar_3.5.4-lite-1_arm.ipk Ein Entpackprogramm für RAR-Archive
usb-camera-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk Kernel-Modul zum Ansprechen von Digitalkameras
usb-network-modules-2.4.20_1.23--lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für USB-Netzwerkkarten
usb-serial-modules-2.4.20_1.23-lite-1_arm.ipk
usb-storage-modules-2.4.20_1.23--lite-1_arm.ipk Kernel-Modul für USB-Speicher (Festplattem USB-Sticks)
voicerec_1.23-lite-1_arm.ipk Ein Aufnahmeprogramm (externes Mikrofon erforderlich)



Der Simple DirectMedia-Layer, kurz SDL, bildet die Grundlage für viele Multimedia-Anwendungen und Spiele auf dem Zaurus. Einfach ausgedrückt - und man möge mir an dieser Stelle den nicht ganz korrekten Vergleich verzeihen - ist SDL das DirectX für den Zaurus.

Leider gibt es inzwischen eine fast unüberschaubarer Vielzahl an SDL-Versionen und die Wahl der richtigen Version ist entscheidend, ob ein Programm später läuft oder nicht.

Die folgenden IPKs haben bei mir sehr gute Dienste geleistet und alle Spiele und Anwendungen laufen problemlos.

Programmpaket
libfreetype_6.3.4-1_arm.ipk
libjpeg_6b-1_arm.ipk
libpng3_1.2.4-1_arm.ipk
libsdl_1.2.5-slzaurus20041025-j_arm.ipk
libsdl-image_1.2.5cvs-1_arm.ipk
libSDL-mixer_1.2.6-zports-1_arm.ipk
libsdl-net_1.2.5cvs-1_arm.ipk
libSDL-ttf_2.0.7-0_arm.ipk



Natürlich kann man sich darüber streiten, ob es Sinn macht, einen Zaurus als Spiele-Handheld zu missbrauchen. Aber ich gebe zu, das eine oder andere Spielchen kann auch auf dem Zaurus richtig Spaß machen. - Und richtig interessant wird es, wenn man die alten Klassiker vom PC auch hier wiederfindet.

Bevor es jedoch los geht, ist wieder einmal die Installation von zusätzlichen Bibliotheken nötig:

Programmpaket
libmad_0.15.1b-1_arm.ipk
libogg_1.1.2-1_arm.ipk
libpng3_1.2.4-1_arm.ipk
libvorbis_1.1.0-1_arm.ipk
zlib_1.2.3-1_arm.ipk


Eines der bekanntesten Programme in diesem Bereich ist sicherlich SummVM. SummVM ist eine virtuelle Maschine, die das Ausführen von alten Lucasgames / Lucas Arts - Adventures ermöglicht.
Dank dieses genialen Programms erleben alte Helden, wie Indiana Jones oder Zak McKracken ein Comeback auf den Zaurus und garantieren wochenlangen Spielspaß.
Für den Zaurus werden folgende Pakete benötigt:

Programmpaket
libfluidsynth.tar.gz
scummvm_0.8.2_arm.ipk

Bevor SummVM funktioniert, muss libfluidsynth manuell installiert werden:

su
cd /home/QtPalmtop/lib
tar xvzf /mnt/cf/libfluidsynth.tar.gz
ldconfig
exit

/mnt/cf/ ist dabei der Ort, wo sich die Datei libfluidsynth.tar.gz befindet und muss gegebenenfalls angepasst werden.

Wenn ScummVM das erste Mal gestartet wird, läuft es noch im Fenstermodus. Dabei wird der Mauscursor falsch platziert, d.h. der Cursor erscheint immer ein Stück weiter oben, als man mit dem Stylus auf das Display klickt. Um das zu korrigieren genügt es, in den Optionen von ScummVM den Fullscreen-Modus zu aktivieren und ScummVM neu zu starten.
Jetzt können die Spiele - die bei mir auf der 2. Partition der SD-Card liegen - hinzugefügt werden.

Doch wie bekommt man die Adventures auf den Zaurus?

Dazu genügt es, einfach den Inhalt bzw. die Datendateien der Original-Disketten (oder CD) in ein leeres Verzeichnis zu kopieren.

Folgende Spiele habe ich mit ScummVM getestet und konnte zumindest beim kurzen Probespielen keine Probleme feststellen:

Eine ganz andere Welt eröffnet der nächste Emulator. Mit SNES9x ist der Zaurus in der Lage, ein komplettes Super Nintendo Entertainment System - kurz SNES oder "Super Nintendo" - zu ersetzen. Der Emulator selbst ist natürlich legal, leider ist die rechtliche Seite bei den Spielen bestenfalls zweifelhaft.
Bei den Spielen handelt es sich um sogenannte ROM-Images, also (Software-)Kopien der origninalen (Hardware-)Module. Nintendo selbst erklärt alle Spiele-ROMs für illegal, selbst wenn man - so wie ich - die Originale ordentlich im Schrank stehen hat. Darüber hinaus gibt es übrigens durchaus legale ROMs von Spielen, die Freeware sind oder für die ein Copyright nicht mehr existiert.
Nintendo interessiert es dabei auch nicht, dass einige der Spiele bereits über 10 Jahre alt sind und ebenso, wie die SNES-Konsole selbst, überhaupt nicht mehr im Handel erhältlich sind. Hier wäre es mehr als wünschenswert, wenn der Konsolenhersteller sich dazu durchringen könnte, alte Module frei zu geben (und damit die legale Erstellung und Benutzung vom ROM-Images zu ermöglichen) oder eine legale Möglichkeit zum Erwerb von Spiele-ROMs zu erschaffen.

Auf Grund dieser Rechtslage werde ich auch keinerlei Fragen zu ROMs oder deren Bezugsquellen beantworten. Entsprechend der aktuellen Rechtslage muss davon ausgegangen werden, dass ROM-Images von SNES-Spielen illegal sind.

Für die Installation des Emulators sind zwei Pakete notwendig:

Programmpaket
snes9x_SDL-2_arm.ipk
zemufe-zports_v1_arm.ipk

Nach der Installation befindet sich ein neues Icon im Spiele-Reiter: Z Emu FrontEnd Ex

Damit der Emulator korrekt funktioniert, muss das FrontEnd mit root-Rechten ausgeführt werden. Dazu drückt man mit dem Stylus so lange auf das Icon, bis sich ein neues Fenster öffnet. In diesem gibt es die Option "execute with root privilege", die mit einem Häkchen versehen werden muss. Anschließend bestätigt man das Ganze mit "OK".

Taste Bedeutung
Cancel Emulator beenden
Tab Turbo
0 FPS anzeigen
1 - 5 Hintergrund wechseln
6 - 9 Spielstand laden
Shift+6 - Shift+9 Spielstand speichern
Shift+R Reset

Gespeichert werden die Spielstände in /home/zaurus/.snes_snapshots. Die Einstellungen zum Emulator sind unter opt/QtPalmtop/share/doc/snes9x zu finden.

Sollte sich die rechtliche Lage einmal ändern, könnten solche Klassiker wie Civilization, F1 Pole Position, PGA Tour 96, Populous, Prince of Persia, Sim City 2000, Wing Commander oder Worms den Zaurus erobern. Der kleine Japaner würde damit sogar die Konkurenten aus dem PocketPC-Lager in Sachen Entertainment übertrumpfen und von mir die vollen 5 Sterne bei der Spielebewertung bekommen.


Natürlich gibt es neben den beiden Emulatoren auch noch andere sehr gute, weniger gute und absolut schlechte Spiele für den Zaurus. Die schlechten vergesse ich hier mal gleich wieder...
Eigentlich sollten auf dem C1000 ja alle Spielen laufen, die auch auf dem SL-5500G liefen, doch leider macht einem das Display (hörere Auflösung, Landscape statt Portrait-Modus) dabei oft einen Strich durch die Rechnung.

Programmpaket Beschreibung
supertux_0.1.2-2_arm.ipk SuperTux aus dem CackoFeed. Mit anderen Version gab es immer wieder Probleme!
crimson_0.481_arm.ipk Das Spiel inklusive Maps
comet_0.481_arm.ipk Der Level-Editor für Crimson Fields
lgeneral_1.2beta-2_arm.ipk LGeneral inklusive "Panzer General"-Datendateien
zknights_0.6.1.2-1_arm.ipk Die graphische Oberfläche für Schach-Engines
zknights-themes.tar.gz
merida-theme.tar.gz
zKnight-Designs aus dem KDE-Knights-Themepack und Mérida Design von J. Hildebrandt
Phalanx-22_arm.tar.gz
GnuChess-5.04_arm.tar.gz
Crafty-18.12_arm.tar.gz
Die Schach-Engines: Phalanx von Dusan Dobes, Crafty von Robert M. Hyatt und GNU Chess
ltris_1.0.10-2_arm.ipk Schickes Tetris mit Multiplayer-Funktion
lbreakout2_2.5-beta3_arm.ipk
lmarbles_1.0.7-2_arm.ipk Knobelspiel im Atomix-Stil
barrage_1.0.2_arm.ipk Kleines Ballerspiel mit hübscher Grafik
zsolitaire_1.02_arm.ipk
zmahjongg_1.01s_arm.ipk
Bei ZMahjongg handelt es sich um eine von Silvio Iaccarino angepasste Variante für die SL-Modelle, bei der das Spielfeld nicht mehr gescrollt werden muss
pipepanic_0.1.3_arm.ipk
ksokoban_1.5.0-16_arm.ipk
qpe-go_1.5.0-1_arm.ipk
qpe-minesweep_1.5.0-1_arm.ipk

SuperTux

SuperTux ist ein SuperMario Bros. Clone, also ein echtes Jump'n'Run. Grafik und Sound gehören trotz - oder vielleicht auch gerade wegen - des einfachen Spielkonzepts zur Spitzenklasse. Eine Empfehlung für alle, die auch mal ein Spielchen auf den Zaurus wagen wollen - aber Vorsicht, SuperTux kann süchtig machen!


SuperTux - Die niedrige FPS kommt durch den Screenshot, normal sind 11-13 FPS

Crimson Fields

Wer BlueByte's Battle Isle mochte, wird Crimson Fields lieben!
Bei Crimson Fields handelt es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches neben dem Zaurus auch für viele andere Plattformen - darunter Liunux und Windows - erhältlich ist. Eine Besonderheit ist der Mehrspielermodus, der ein wenig an Briefschach erinnert und das Spielen über räumliche und zeitliche Distanzen hinweg ermöglicht. Zu Crimson Fields gehört auch Comet, der Level-Editor. Außerdem soll es möglich sein, die originalen Missionen von Battle Isle zu importieren (was ich aber noch nie probiert habe).
Wem Battle Isle - oder das Spielprinzip - nicht bekannt ist, für den habe ich die (englische) Original-Anleitung als PDF-gepackt und zum Download gestellt.


Crimson Fields & Comet Level Editor

Nach Auskunft des Programmierers (für die Zaurus-Version) ist die Anpassung von Crimson Fields an den Zaurus sehr auswändig und fehlerträchtig. So treten beim Level-Übergang immer wieder Abstürtze auf. Aus diesem Grund ist wohl bis auf weiteres auch nicht mehr mit einer aktuelleren Version des Programms für den Zaurus zu rechnen.

LGeneral

Bei LGeneral handelt es sich um einen sehr gut gemachten Panzer General - Clone, den es neben dem Zaurus u.a. auch für Windows und Linux gibt. Damit ist LGeneral also ein weiterer Vertreter der rundenbasierten Strategiespiele.
Da der Zaurus keine "rechte Maustaste" hat, werden Menüs mit der Shift-Taste geöffnet und geschlossen. Darüber hinaus habe ich die englische Anleitung und FAQ zum Download online gestellt.
Auch soll es möglich sein, zusätzliche "Campaigns" und "Scenarios" herunter zu laden.


LGeneral - Spielfeld und Einheiten-Details

zKnights

Auch Das Spiel der Könige hat Einzug auf dem Zaurus gehalten, noch dazu in einer recht guten Variante. Um alle Optionen nutzen zu können, ist zwar ein wenig Handarbeit nötig, aber die ist schnell erledigt. Belohnt wird man mit einem Schachprogramm, dass eine große Auswahl an Designs für Brett und Figuren kennt, sowie mit 3 verschiedenen Schachengines ausgestattet ist.


zKnights - Nur zwei der vielen Designs



Bevor zKnights installiert wird, sollten die Themes und Engines eingerichtet werden. Dazu empfliehlt sich die SD-Card:

su
mkdir /mnt/card/QtPalmtop/share/chess
mkdir /mnt/card/QtPalmtop/share/chess/themes
mkdir /mnt/card/QtPalmtop/share/chess/engines
cd /mnt/card/QtPalmtop/share/chess/themes
tar xvzf /mnt/cf/zknights-themes.tar.gz
tar xvzf /mnt/cf/merida-theme.tar.gz
cd /mnt/card/QtPalmtop/share/chess/engines
tar xvzf /mnt/cf/Phalanx-22_arm.tar.gz
tar xvzf /mnt/cf/GnuChess-5.04_arm.tar.gz
tar xvzf /mnt/cf/Crafty-18.12_arm.tar.gz
cd /mnt/card/QtPalmtop/share
chown -R zaurus:qpe chess

In zKnights selbst müssen dann unter Settings das Engines Direcotry und das Themes Direcotry eingestellt werden!

LTris

Bei LTris handelt es sich um einen Tetrix-Clone für den Zaurus. Er bietet zahlreiche Einstelloptionen, Spielmodi (Classic, Figures), sowie eine ansprechende Grafik. Auch Multiplayer-Spiele mit bis zu zwei Gegnern (computergesteuert oder menschlich) sind möglich.


LTris - Alleine oder gegen den Computer?

LBreakout2

Ein weiteres "LGame" ist LBreakout2. Dieser Arkanoid-Clone hat mehr als 50 Level, eine Menge Themes, Bonus-Elemente, Spezialsteine und einen Level-Editor. Sogar ein Netzwerk-Multiplayer-Modus ist vorhanden.
Wie die meisten LGames, so gibt es auch LBreakout2 für andere Plattformen (u.a. Linux, Windows, MaxOS). Ich habe einmal die Anleitung der Linux-Version als PDF exportiert und hier zum Download gestellt.


LBreakout2 - Auch ein Level-Editor ist dabei!

LMarbles

Bei LMarbles, einem Atomix-Clone, geht es darum, bunte Kugeln zu einem vorgegeben Muster (Molekül) zusammen zu setzen. Das Spielprinzip erinnert dabei an den Klassiker Sokoban.

Barrage

Barrage ist das letzte LGame in dieser Liste und ein echtes Shoot'em'up. Der Sound ist nett (wenn man Schreie und Schussgeräusche mag) und die Grafik hübsch gezeichnet. Auf den ersten Blick erinnert das Spiel ein wenig an Command&Conquer, auch wenn es mit diesem nichts gemein hat. Bei Barrage geht es darum, innnerhalb von 3 Minuten so viele Abschüsse, wie möglich zu erlangen.
Dazu "bedient" der Spiele eine Kanone, die sich auf der linken Seite in der Mitte des Displays befindet. Von oben nach unten (und umgekehrt) durchqueren nun Panzer, Jeeps und Soldaten das virtuelle Schlachtfeld. Jetzt hat man nichts weiter zu tun, als mit dem Stylus auf den Punkt zu klicken, wohin die Kanone schießen soll. Dabei muss man jedoch beachten, dass es eine Weile dauert, bis das Geschoss sein Ziel erreicht hat. Auch hilft nicht jede Munitiion gegen alle Zeile. Aus diesem Grund besitzt man 2 Arten: MG und Granate. Letztere haben eine höhere Durchschlagskraft, schießen jedoch langsamer und kosten mehr.
Jeder Abschuss bringt Punkte, jeder vergeudete Schuss Punktabzug. Auch sollte man nicht blindlinks auf alles feuern, was sich bewegt - trifft man befreundete Truppen, gibt es ebenfalls Punktabzug.

Der der Zaurus keine rechte Maustaste besitzt, muss zum Abfeuern von Granaten eine der Shift-Tasten gedrückt werden (Shift-Taste drücken und halten und mit dem Stylus aus das Display tippen). Mit r und/oder z kann nachgeladen werden.


Barrage - Für den schnellen Schuss zwischendurch...

Z-Games

Die Z-Games beinhalten speziell für die SL-Modelle angepasste Varianten älterer Zaurus-Spiele. ZSolitaire kennt neben der originalen die Spielvariante Solitiaire auch noch Freecell, Patience und Spider. Bei ZMahjongg handelt es sich um eine von Silvio Iaccarino angepasste Variante, bei der das Spielfeld nicht mehr gescrollt werden muss.

Der Rest der Welt

Zum Schluss noch vier weitere Spiele, die ich bei mir auf dem Zaurus installiert habe: PipePanic, KSokoban, Go und MineHunt.
PipePanic und KSokoban sind Knobel-/Denkspiele, Go eine Adaption des bekannten Brettspiels und MineHunt erinnert an das bekannte Minesweeper.




Das ein Zaurus zu mehr als zum Spielen taugt, zeigt die nächste Installation. - Wir verwandeln den C1000 in einen echten Webserver!

Dazu installieren wir den bekannten Apache-Webserver, sowie PHP und MySQL.

Programmpaket Beschreibung
apache-2.0.52-php-5.0.2-mysql-client_arm.ipk Apache 2.0.52 Webserver (httpd)
PHP 5.0.2
mysql_3.23.49-8.7_arm.ipk MySQL 3.23.49 Datenbank (mysqld)
phpMyAdmin-2.9.0.2.tar.gz phpMyAdmin 2.9.0.2 zur Administration der MySQL-Datenbank

Zunächst werden einfach die beiden IPKs in den internen Speicher installiert. Dort verbrauchen sie zwar eine Menge Platz, aber eine direkte Installation auf SD-Card schlug bei mir fehl. Auch werden zunächst keine Icons für die beiden Server (Webserver, Datenbankserver) angelegt, so dass sie über die Konsole gestartet und gestoppt werden müssen.
Aber bevor es soweit ist, ist wieder ein wenig Handarbeit an der Konfiguration von Nöten.

Wenn wir schon die Programme selbst in den internen Speicher installieren müssen, können wir wenigstens die Daten (Homepages, Datenbanken) auf die SD-Card auslagern. Dazu habe ich auf der SD-Card zwei Verzeichnisse angelegt:
Jetzt müssen wir Apache noch mitteilen, dass die Hompages in Zukunft in /mnt/vfat/www zu finden sind. Die Konfigurationsdatei befindet sich in /home/apache/conf und heißt httpd.conf

/home/apache/htdocs muss überall durch /mnt/vfat/www ersetzt werden:
Außerdem sollte bei DirectoryIndex noch index.php ergänzt werden:
Ebenfalls angepasst werden sollte die Konfigurationsdatei für MySQL, zu finden in /etc/mysql. In my.cnf müssen das Daten- und das Sprach-Verzeichnis geändert werden:
/home/apache/htdocs muss überall durch /mnt/vfat/www ersetzt werden:
Jetzt muss noch das gesamte mysql-Verzeichnis aus /var/lib/mysql nach /mnt/cf/mysql verschoben werden.


NetFront zeigt die Infos des lokalen Webservers an.


Damit wären die Vorbereitungen abgeschlossen und beide Server können gestartet werden:

su
mysqlstart
apachectl start

Beendet werden die Server mit:

su
apachectl stop
mysqlstop

Hat man opie-sh installiert, kann man auch das LAMP Control Panel verwenden. Damit lassen sich dann der Apache- und der MySQL-Server ohne Umweg über die Konsole starten und beenden.
su
cd /
tar xvf /mnt/cf/lamp.tar
exit

/mnt/cf ist dabei der Pfad, wo sich die tar-Datei befindet. Anschließen müssen noch einmal die Tab Settings aufgerufen und mit Ok geschlossen werden. Dann findet man im Networks-Reiter ein neues Icon "LAMP Control Panel". Dieses startet ein kleines Fenster, in dem der aktuelle Status von Apache und MySQL angezeigt wird und deren Wechsel ermöglicht.


LAMP Control Panel




Der Zaurus hat standardmäßig nur wenige Schriftarten installiert - zu wenige, für manche Anwendungen. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe zusätzlicher Fonts, die sich einfach installieren lassen.

Zusätzliche Schriftarten
fonts-bitstream-vera-sans-mono-50_1.1_arm.ipk
fonts-bitstream-vera-sans-mono-50-t5_1.1_arm.ipk
fonts-bitstream-vera-sans-mono-75_1.1_arm.ipk
fonts-bitstream-vera-sans-mono-75-t5_1.1_arm.ipk
FreeMonoFont_20031008-1_all.ipk
FreeMonoFont-large_20031008-1_all.ipk
FreeSansFont_20031008-1_all.ipk
FreeSansFont-large_20031008-1_all.ipk
FreeSerifFont_20031008-1_all.ipk
FreeSerifFont-large_20031008-1_all.ipk
mico-unicodefonts-georgia_1.5.0-2_arm.ipk
mico-unicodefonts-helvetica_1.5.0-1_arm.ipk
mico-unicodefonts-utopia_1.5.0-1_arm.ipk
unicodefonts-verdana_1.5.0-3_arm.ipk
unifont_1.0-1_arm.ipk
unismall_1.0.0_arm.ipk
vga-console-font_1.0-1_arm.ipk


Leider bleibt der Spaß an den neuen Schriften nicht gänzlich ungetrübt. Schuld daran ist das Font-Management von Qtopia: Der Name des zu verwendeten Systemfonts ist fest einprogrammiert!
Die einzige Möglichkeit den Systemfont zu ändern ist also, den vorhandenen Systemfont zu ersetzen.

Dazu kommt noch, dass der Name des verwendeten Systemfonts auch noch vom Wert der Language-Variable abhängt. - Beim englischen CackoROM wird beispielweise helvetica als Systemfont verwendet.

Auf dem Zaurus befinden sich alle Fonts zunächst schreibgeschützt in /usr/QtPalmtop.rom/lib/fonts. Von dort werden Sie nach /home/QtPalmtop/lib/fonts verlinkt und auch verwendet. Neue Schriftarten werden auch in dieses Verzeichnis installiert oder verlinkt.

Schaut man sich den Inhalt von /home/QtPalmtop/lib/fonts an, stellt man fest, dass für jede Schriftgröße und Rotation (Landscape/Portrait) eine eigene Datei existiert. Wie bereits erwähnt, kommt beim CackoROM standardmäßig helvetica zur Anwendung. Für Icons wird Helvetica in der Größe 16 (160) verwendet und die kleinste zur Verfügung stehende Größe als Standardschrift und für's Menü.

Nach der Installation aller oben aufgeführten Schriftpakete war bei mir die originale Helvetica-Schrift durch eine andere ersetzt. Diese war minimal größer, als das Original, was fatale Auswirkungen hatte: Dialoge passten plötzlich nicht mehr vollständig auf das Display, Buttons konnten bei einigen Anwendungen nicht mehr gedrückt werden und das Aussehen mancher Fenster veränderte sich. - So konnte man nicht mehr vernünftig mit dem Zaurus arbeiten!

Zum Glück befanden sich in /home/QtPalmtop/lib/fonts/helvetica.orig Links zu den originalen Dateien im ROM. Zur Rekonstruktion genügte es also, die dortigen Dateien einfach wieder zurück nach /home/QtPalmtop/lib/fonts zu kopieren und die neuen Dateien durch die alten zu ersetzen. Danach - und nach einem Neustart - funktionierte wieder alles.

Auf keinen Fall sollte man jedoch versuchen das Problem mit zStyle zu lösen. Dieses Programm ermöglichte auf dem SL-5500G die Einstellung des verwendeten Systemfonts, sowie die Anpassung der Oberfläche (Farben, Designs, Wallpaper) an den eigenen Geschmack. Beim SL-C1000 mit CackoROM führte die Installation von zStyle jeodch nur dazu, dass der Zaurus nicht mehr vollständig booten konnte. Die Systemschrift ließ sich trotzdem nicht ändern.



Was beim SL-5500G noch eine ziemliche Hürde darstellte, funktioniert beim SL-C1000 mit CackoROM 1.23 fast out-of-the-box: Die WLAN-Sniffer Kismet und Wellenreiter!

Programmpaket Beschreibung
libopie1_1.1.0-1_arm.ipk
libopie2_1.8.2-1_arm.ipk
Bibliotheken für Wellenreiter
libstdc++2.10-glibc2.2_1-2.95.4-16_arm.ipk Bibliothek für Kismet
kismet_2005-08-R1-2_arm.ipk Kismet WLAN-scanner (Konsolenprogramm)
kismet-qt_2.0.0-3_arm.ipk Grafische Oberfläche für Kismet
wellenreiter_1.0.2-sl-c7x0-7_arm.ipk Wellenreiter WLAN-Scanner

Damit Kismet funktioniert, muss KismetQt mit root-Rechten ausgeführt werden. Dazu drückt man auf das Icon, bis sich der Einstellungsdialog öffnet und setzt ein Häkchen bei "execute with root privilege". Das Ganze wird dann mit "Ok" bestätigt.
Beim Wellenreiter habe ich gelegentlich das Problem, dass sich das Programm nicht über sein Icon starten lässt. In dem Fall öffne ich die Konsole, wechsle mit su zum root und starte den Sniffer dann mit wellenreiter.

Allerdings muss ich zugeben, dass beide Programme nicht sehr zuverlässig arbeiten. Selten werden tatsächlich alle vorhandenen Funknetze erkannt, dafür öfters auch mal keins - obwohl man einen halben Meter neben dem Access-Point sitzt und sich der Zaurus auch problemlos auf diesen connecten kann.
Auch das Anlegen spezieller Sniffer-Netzwerk-Profile hat eher zur Verwirrung, anstatt zur Problembehebung beigetragen. Nach dem Start der Programme soll man sich mit diesen Profilen connecten, um die WLAN-Netze finden zu können. Bei mir klappt diese Methode leider auch nur sehr unzuverlässig. Der Vollständigkeit halber nenne ich hier trotzdem einmal die Parameter:

Kismet


KismetQT gibt Informationen zu gefundenen WLANs aus

Wellenreiter


Der Wellenreiter mit gefundenen WLANs




Browser

Die Standardbrowser für den Zaurus sind Opera und NetFront. Es gibt zwar auch eine Version des Konqueror, doch diese ist in meinen Augen zu stark eingeschränkt, um vernünftig damit arbeiten zu könne.
Sowohl NetFront, als auch Opera beherrschen die wichtigsten Funktionen, besitzen eine (zueinander inkompatible) Bookmark-Verwaltung und eine für PDAs optimierte Darstellung. Insbesondere Opera punktet hier mit ausgefeilten Optionen, wobei NetFront zügiger arbeitet.

Programmpaket Beschreibung
opera_7.55.6079-SLC3000_arm.ipk Opera 7.55 Webbrowser
netfront_3.1-lite-2_arm.ipk NetFront 3.1 Webbrowser

Leider werden die Schreibrechte bei der Installation von Opera falsch gesetzt, so dass Einstellungen und Bookmarks nicht gespeichert werden können. Die Korrektur sieht wie folgt aus:

su
ln -s /opt/QtPalmtop/opera /usr/share/opera
chown -R zaurus /home/zaurus/.opera
chown -R zaurus /home/zaurus/.operasave

Der in eingen Foren genannte Tip, in der opera.ini den Wert für scale von 100 auf 90 zu ändern, hat bei mir dagegen nur zu einer unleserlichen (verschwommenen) Darstellung der Internetseiten geführt.

Auch bei NetFront gibt es noch etwas zu verbessern. Hier sollte man in die Konfigurationsdatei /home/zaurus/Applications/netfront3/prefs schauen und die verwendeten Schriftarten anpassen:

Wer will, kann an dieser Stelle auch gleich die NetFront-Startseite anpassen.

Chatten

Zum Chatten im Internet gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Die bekanntesten sind wohl:
Ich selbst hatte bisher nur mit IRC, ICQ und GoogleTalk zu tun und beschränke mich hier daher auch nur auf diese drei Dienste.

Der Internet Relay Chat, kurz IRC, ist ein weltweites Chat-System, bei dem sich die Teilnehmer auf verschiedenen Servern in sog. Chaträumen (oder Channels) zu bestimmten Themen treffen.
Für den Zaurus gibt es mehrere IRC-Programme, beispielsweise ZiC, NeIC, opie-irc oder irssi. NeIC ist ein grafischer IRC-Client, der den Klassikern mIRC und XChat beim ersten Betrachten sehr ähnlich sieht. Leider ist der Funktionsumfang sehr eingeschränkt und auf den SL-5500G neigte das Programm häufig zu Abstürzen, wenn es längere Zeit lief.
Daher habe ich auf dem C1000 gleich irssi installiert. Im Gegensatz zu NeIC ist irssi ein Konsolenprogramm (wie mc), kommt also ohne grafischen Schnickschnack aus. Trotzdem lässt es sich relativ kompfortabel bedienen und läuft zudem noch sehr stabil und schnell. Darüber hinaus kann dieser Chat-Client auch noch über Perl-Scripte erweitert werden. Auch wenn es sich bei irssi um ein Konsolenprogramm handelt, gibt es eine ganze Reihe von Skins im Netz, die das Aussehen an die eigenen Vorlieben anpassen.


irssi - Konsolen IRC-Client mit umfangreichen Möglichkeiten


Im Gegensatz zu IRC gibt es bei ICQ nur einen Server, mit dem sich die Teilnehmer verbinden. In einer Art Adressbuch werden alle Kontakte verwaltet und angezeigt, wer davon gerade online, beschäftigt oder abwesend ist. Auf Knopfdruck lässt sich nun eine Verbindung zu einer Person aus dem Adressbruch aufbauen und ein Chat beginnnen - sozusagen ein Telefonat mit Text, statt mit Stimme.
Der Zaurus hält für diesen IM-Urvater mehrere Programme bereit, die mich bislang leider alle nicht wirklich überzeugen konnten.
mICQ ist wie CenterICQ ein ICQ-Client für die Textkonsole. Im Gegensatz zu irssi ist die Bedienung von mICQ jedoch recht kompliziert und die Version für den Zaurus kommt darüber hinaus nicht mit Kontakt-Gruppen zurecht. Es werden zwar brav alle Gruppen angezeigt, alle Kontakte landen jedoch in der ersten Gruppe - die anderen bleiben leer.
Auch CenterICQ hat Probleme mit den Kontakten, denn CenterICQ besitzt keine Funktion, um die server-seitge Kontaktliste herunter zu laden. Gruppen müssen manuell lokal angelegt und die Kontakte von Hand zugeordnet werden. Das ist sehr schade, denn Bedienung und Aussehen sind ähnlich gut, wie bei irssi.


CenterICQ - Multi-Protokoll IM-Client für die Konsole


Der einzige grafische Vertreter in dieser Gruppe ist gpe-gaim, die Qtopia-Variante des bekannten GAIM. Leider wird qpe-gaim aktuell nicht mehr weiter entwickelt und die "aktuelle" Version ist noch weit von der Funktionalität und dem Bedienkompfort ihres PC-Vorbildes entfernt. Dennoch erscheint gpe-gaim derzeit die brauchbarste Alternative für ICQ auf dem Zaurus zu sein, wenn man nicht selbst "Hand anlegen" will.

GoogleTalk baut auf dem Jabber-Protokoll auf und verwendet eine SSL-Verschlüsselung. Letztes ist wohl auch der Grund, dass die meisten Zaurus-Programme nicht in der Lage sind, sich mit GoogleTalk zu verbinden, obwohl sie Jabber eigentlich können.
Ich selbst verwende GoogleTalk nur aus einem Grund: Meine Frau besitzt ein Nokia 770 Internet-Tablet und dort ist dieser IM-Dienst standardmäßig eingebaut (dafür fehlt aber ICQ).
Mir ist bis jetzt nur ein Programm für den Zaurus bekannt, welches sich für GoogleTalk verwenden lässt: CenterICQ in der Version 4.21.0 mit SSL-Patch. Auf diese Version bin ich durch Zufall gestoßen und ohne einen Hinweis im CICQ-Forum hätte ich meine GoogleTalk-Versuche mit dieses Programm wohl auch als gescheitet eingestuft, denn im Gegensatz zu allen Anleitungen und den Einstellungen am PC muss beim Zaurus der Port 5223 (sonst überall 5222) angegeben werden. Und schon läuft CenterICQ wunderbar mit GoogleTalk. Gelegentliche Fehler 501 oder 502 können dabei getrost ignoriert werden...
Mit gpq-gaim war es mir dagegen bis jetzt nicht möglich, eine Verbindung zu GoogleTalk aufzubauen, egal welchen Port ich genommen habe. Nach exakt 3% der Anmeldung bleibt GAIM stehen und stürtzt dann mit einem Handshake-Fehler ab.

Programmpaket Beschreibung
libglib_1.2.0_arm.ipk
libperl_5.6.1_arm.ipk
perl-base_5.6.1_arm.ipk
perl_5.6.1_arm.ipk
Bibliotheken und Programme für irssi
Perl 5.6.1 Programmiersprache
irssi-text_0.8.4-3_arm.ipk Der wohl beste IRC-Client für die Konsole mit umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten (Scriptfähig!)
micq-0.5.0.1-arm.tar.gz Umständlich zu bedienender ICQ-Client für die Konsole mit Problemen bei der Kontaktliste

su
cd /
tar xvzf /mnt/cf/micq-0.5.0.1-arm.tar.gz
centericq-4.21.0-arm.tar.gz Multi-Protokoll IM-Client (ICQ, GoogleTalk/Jabber, IRC) für die Konsole. Beherrscht keine ICQ "Server-Side-Contact-List", lässt sich dafür aber über Kommandozeilenparameter fernsteuern.

Die von mir verwendete CenterICQ-Version entstammt dem SECURUS-Paket (Version 2006-06-01, knapp 26MB). Dabei handelt es sich um eine Sammlung von (vorwiegend Netzwerk-)Konsolenprogrammen für den Zaurus, gepackt in eine ZIP-Datei. Diese kann einfach auf eine Speicherkarte entpackt im Zaurus verwendet werden.

FTP

Programmpaket Beschreibung
opieftp_1.5-5_arm.ipkp Grafischer FTP-Client.
ncftp_3.1.5-1_arm.ipk FTP-Client für die Konsole


opieFTP hat verschiedene Reiter für Client, Remote und Server-Zugangsdaten.





Der momentan beste Mediaplayer für den Zaurus dürfte MPlayer sein. Das Programm unterstützt eine Vielzahl von Formaten, beispielsweise AVI (MPEG4, DIVX), MPEG1/2, ASF/WMV und MP3 und kommt auch mit Streams zurecht.
Kino2 ist das grafische Frontend für MPlayer und erlaubt den kompfortablen Zugriff auf Musik und Videos, enthält eine Playlist-Verwaltung und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten.


Kino2 - MPlayer-GUI mit Playlisten-Verwaltung


Leider habe ich es bis jetzt nicht geschafft, Kino2 zur Zusammenarbeit mit der CE-RH2 Fernbedienung zu bewegen. Das Problem dürfte in den zur RH1 geänderten Keycodes liegen.
Programmpaket Beschreibung
bvdd_0.4.0-1_arm.ipk Beschleunigter Video-Treiber für Zauri der Cxx00-Serie
mplayer-bvdd-iwmmxt_1.1.5-1_arm.ipk Video-/Audio-Player (Konsolenprogramm) mit Unterstützung für bvdd-Treiber
kino2_0.4.3c_arm.ipk Grafisches Frontend für MPlayer


Auch wenn es vielleicht nicht ganz hierher gehört, möchte ich an dieser Stelle noch ein Wort zum Sharp MusicPlayer sagen, der bereits mit den Basispaketen installiert wurde. Dieses MP3-Wiedergabeprogramm lässt sich kompfortabel über die CE-RH2 Fernbedienung steuern und macht auch sonst einen sehr guten Eindruck.


Sharp MusicPlayer mit ID3-Tag-Anzeige und Album Covern


Der Grund, warum ich das Programm hier noch einmal erwähne, ist die ID3-Tag-Anzeige. Diese zeigte zunächst an Stelle von Sonderzeichen und Umlauten nämlich nur wirren Zeichensalat an.
Die Lösung für diese Problem lag in der Codierung des Tags. - Windows verwendet standardmäßig ANSI zum Speichern der Informationen, doch damit kann der Sharp MusicPlayer nichts anfangen. Nach ein wenig Sucharbeit habe ich dann das Windows Freeware-Programm ID3-TagIT gefunden, welches auch das nachträgliche Konvertieren der Tags nach UTF-16 (BE) ermöglicht. So codierte Tags werden auch vom MusicPlayer korrekt angezeigt.



PIM steht für Personal Information Manager und ist eigentlich der Klassiker eines jeden PDAs. Zu den Aufgaben eines PIM gehören Adress- und Terminverwaltung, Notizen und Aufgabenliste und im weiteren Sinne auch E-Mails. Alle Teilbereiche sollten miteinander verknüpft sein und einen schnellen, unkomplizierten Zugriff auf die gespeicherten Daten ermöglichen.

Nun hat Sharp seine Zauri bewusst nicht als PDAs klassifiziert und damit deutlich gemacht, dass PIM als klassische Anwendung nicht im Vordergrund steht. Dennoch sind die Sharp-Programme ganz brauchbar - aber es gibt besseres!

Aus diesem Grund habe ich die Sharp-PIM-Programme auch garnicht erst installiert. Dank Cacko light kann ich auch komplett darauf verzichten. Stattdesseb kommt KDE/Pim zum Einsatz. Dieses Paket beinhaltet folgende Module:



Nein, mit Java ist hier nicht die Kaffeebohne des Arabica-Kaffees gemeint, sondern die von Sun Microsystems entwickelte Programmiersprache.

Bis zum SL-Cxx00 gehörte Java zur Grundausstattung eines jeden Zaurus. Zunächst kam die Jeode VM zum Einsatz, später Sun PersonalProfile. Ab dem SL-C3000 (und SL-C1000) verzichtete Sharp jedoch auf dieses Feature - warum auch immer.




Hier nun Screenshots von meinem Zaurus-Qtopia-Desktop. Wenn man auf eines der Bilder klickt, werden alle in Originalgröße von 640x480 Pixel angezeigt.




©2004-2007 Frank A. Grenzel
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